Julia Jäkel: Der Staat als Bremse – oder als Innovationsmaschine?

Shownotes

Deutschland steht an einem kritischen Punkt: Vertrauen in staatliche Institutionen sinkt, Innovation stockt – und gleichzeitig steigen die Erwartungen an Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Was braucht es, damit unser Staat wieder handlungsfähig wird? Und welche Rolle spielt das für Deep Tech, Innovation und wirtschaftlichen Fortschritt? Dieser Frage gehen wir mit der Managerin und Aufsichtsrätin Julia Jäkel nach.

In dieser Folge von DeepTech Unlocked, dem 1E9-Podcast mit Thomas Lange und Thorsten Lambertus, ist Julia Jäkel zu Gast – ehemalige Vorstandsvorsitzende von Gruner + Jahr und Mitinitiatorin der Initiative „Handlungsfähiger Staat“. Das Gespräch mit ihr geht der Frage nach, warum technologische Zukunftsfähigkeit ohne funktionierende staatliche Strukturen nicht möglich ist.

Es geht um Vertrauensverlust und Reformstau, um Bürokratie und fehlende Umsetzungskraft – aber auch um konkrete Lösungsansätze: von einfacheren Gesetzen über Experimentierklauseln bis hin zu einem neuen Verhältnis zwischen Staat, Wirtschaft und Bürgern. Außerdem diskutieren sie, warum Deutschland mehr Mut, mehr Verantwortung und eine neue „Zukunftserzählung“ braucht.

Eine Folge über die Grundlagen von Innovation – jenseits einzelner Technologien.

Ganz konkret erfährst du:

  • warum ein handlungsfähiger Staat Voraussetzung für Deep-Tech-Erfolg ist
  • wieso Deutschland ein Umsetzungsproblem hat – nicht nur ein Erkenntnisproblem
  • wie Bürokratie entsteht und wie sie sich konkret reduzieren lässt
  • warum Vertrauen die zentrale Währung für gesellschaftlichen Fortschritt ist
  • welche Rolle Unternehmen und CEOs im gesellschaftlichen Diskurs spielen sollten
  • weshalb Deutschland mehr Austausch zwischen Staat, Wirtschaft und Wissenschaft braucht
  • wie konkrete Reformvorschläge aussehen – von Genehmigungsfiktionen bis Experimentiergesetzen
  • und warum Optimismus heute eine politische und gesellschaftliche Pflicht ist

Mehr über Julia Jäkel:

Mehr über unsere Hosts Thomas Lange & Thorsten Lambertus:

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Transkript anzeigen

00:00:02: Menschen sind zu Opfern bereit, auch wenn es an ihr persönliche Situation geht.

00:00:08: Wenn sie wissen das es sinnvoll ist so eine besseren Großen und Ganzen führt.

00:00:15: Wir sind wirklich nicht verteidigungsfähig.

00:00:17: Das müssen wir in aller Härte formulieren.

00:00:19: Das wissen auch die Leute.

00:00:22: Vertrauensverlust in dass funktionieren unseres Staatsfesens der Bürgerinnen und Bürger halten unseren Staat im Moment nicht für genügend Handlungsrecht oder für überfordert mit seinen Aufgaben, das ist die korrekte Beschreibung.

00:00:36: Was sind überhaupt Gelingensbedingungen?

00:00:38: Für Politik per se?

00:00:39: Welche strukturellen Veränderungen müssen wir eigentlich angehen in diesem Land damit im Grunde jede Form von Politik egal welche Koalition welcher Couleur am Ende aus der Perspektive des Bürgers überhaupt wirkungsvoll sein kann also es wirklich auch ankommt?

00:00:54: Ihr hört

00:00:55: Deep

00:00:55: Tech anlockt

00:00:57: Ein Podcast mit Thomas Lange und Thorsten Lambertos.

00:01:00: Von eins e neun, eure Community für Zukunftsoptimismus!

00:01:11: Deep Tech Unlocked ist diese Woche wieder zurück, Thomas ich freue mich auf die neue Episode mit dir und wir haben das ja immer mal wieder.

00:01:19: Manchmal sind wir sehr tief in der einen Technologie, in der anderen Industrie und heute suchen wir nochmal mit dir gemeinsam an unserem Gast Sehr stark raus.

00:01:29: Ich möchte mal einleiten mit einem konkreten Zitat aus dem aktuellsten European Deep Tech Report, der ganz vorne schon in der Executive Summary sagt fragmentation Europe suffers from high friction fragmented regulation across countries.

00:01:45: Und wir zwei, wir sprechen ja so wie der Titel ist auch besagt viel über das Thema Deep Tech in diesem Podcast.

00:01:51: Neue Antriebe Materialien Live Science Energie Wir hatten hier ganz viele spannende Zukunftsfelder.

00:01:58: und die Frage Wie man aus diesen Technologien auch den wirtschaftlichen Mehrwert bauen kann eine frage Der widmen wir uns immer wieder Auch in der reflektion.

00:02:07: da stolpen wir drüber.

00:02:09: Indirekt haben wir eigentlich Den start denn diese technologie braucht Und wir haben das von der kleinen Regulatorik im konkreten Fall.

00:02:19: Wir haben das mit der großen Frage Venture Capital, wie mobilisieren wir das?

00:02:23: Wie können wir Rahmenbedingungen schaffen?

00:02:25: Wie kann wir Rahmenbedingungen schaffen Thema EU

00:02:28: Inc.,

00:02:28: dass auch hier Dinge harmonisiert werden einfacher gemacht werden mehr Stärke auf dem europäischen Kontinent kreieren.

00:02:36: also es gibt immer mal wieder Punkte und gerade in deep tech weil es kapitalintensiv ist, weil es regulierungsnah ist in den unterschiedlichen Segmenten und Märkten.

00:02:45: Es hat eine strategische, relevantes Technologie-Souveränität als ein großes Themenfeld.

00:02:50: Es braucht einen handlungsfähigen Staat der schnell entscheidet, der klug reguliert, gezielt vielleicht auch investiert, vielleicht auch manchmal auch seine Finger rauslässt.

00:02:59: Und das braucht es alles damit DeepTech tatsächlich funktioniert!

00:03:04: Im Zuge und im Vorfeld deines Interviews heute für an dich auch nochmal die Frage was hat dich gerade getriggert genau dieses Thema jetzt hier bei uns zu platzieren?

00:03:14: Ich habe mich nochmal gefragt, Horsten.

00:03:16: Was sind denn sozusagen auch die Väter und Mütter des Erfolges?

00:03:20: Wenn man jetzt mal an unseren Fortschritt auch denkt als Volkswirtschafts- und Gesellschaften.

00:03:25: Und wenn man nach den Ursachen bestimmte Hindernisse am Ende fragt oder auch den Dingen, die uns möglicherweise erfolgreich machen doch immer an sehr basale Sachen also bei jeder Begeisterung für eine einzelne Technologie einen einzelnen Unternehmer das ist super.

00:03:38: aber die Frage ist was ist ja eigentlich der Nährboden?

00:03:40: und das hat mich dann doch noch einmal zu der Frage gebracht Auch wenn man start jetzt mal nur als Teil der Gesellschaft vielleicht auch betrachtet und man noch ein Stück raussuben und sagt, was macht eigentlich eine zukunftsfähige Gesellschaft aus?

00:03:53: Das klingt ja nach einem sehr abstrakten Thema.

00:03:54: Aber da stecken ganz viele Sachen drin und der Staat ist einen Teilbereich dessen, den man sich da angucken kann.

00:03:59: Und ich glaube unser Gast ist sehr gut geeignet diese Themen einfach mal ein bisschen auseinander zu ziehen um zu sagen Was ist die Basis, die wir eigentlich immer brauchen und wo wir dann die einzelnen Teile oben drauf bauen können?

00:04:10: Ja.

00:04:11: Wir brauchen eine gute Raumfahrt-Strategie.

00:04:13: Ja, wir wollen uns beim Quantencomputing ganz nach vorne bewegen vielleicht beim Thema Kernfusion

00:04:17: usw.,

00:04:18: aber der wirklich breite Sockel unten drunter oder auch wenn du an das Gespräch mit Christoph Schmidt denkst was sind die Grundvoraussetzungen für Innovation in einer Volkswirtschaft?

00:04:28: dass man ein bisschen wirklich ganz breit mal zu beleuchten?

00:04:31: Das gefiel mir gut Und ich habe in Vorbereitung jetzt auch auf unser Gespräch mir nochmal eine interessante Studie vom ZEW in Mannheim angeguckt.

00:04:39: Und zwar haben die Kollegen eine sogenannte Zukunftsquote berechnet, also im Moment reden wir ja viel wieder über den Bundeshaushalt, über Sondervermögen, über Investitionsquoten und die Forscher am ZEA haben dem noch mal eine etwas andere Sichtweise gegenübergestellt und haben gesagt können wir denn eigentlich an einem Haushalt ablesen?

00:04:56: welcher Anteil des Haushalts geht dann in das Thema Zukunft?

00:05:00: auch jenseits jetzt offizieller Investitionsdefinitionen.

00:05:02: Also da sind dann auch Dinge wie Humankapital mit drin, Forschungsfragen und was ganz interessant ist wenn man sich mal anguckt wir sind ja die Spitzenreiter das sind Länder wie die Schweiz und Schweden die da sehr weit vorne sind.

00:05:14: Die um dreißig Prozent bis knapp ein Drittel etwa ihre Haushalte in Zukunft investieren was ich sehr bemerkenswert finde.

00:05:21: Deutschland befindet sich da leider nur etwa im EU Durchschnitt also so bei etwas über zwanzig Prozent.

00:05:27: Dann habe ich mir die zugegebenermaßen sehr unwissenschaftliche Frage gestellt.

00:05:31: Wie steht das denn im Verhältnis eigentlich zu dem Wohlbefinden einer Gesellschaft?

00:05:35: Also du kennst doch bestimmt diesen Happyness-Index, der dann auch einmal im Jahr veröffentlicht wird, wo es immer um die glücklichsten Länder der Welt geht.

00:05:43: wie immer das genau... Es sind immer die Finnen interessanterweise und die haben ja dann auch meine Geschichte kaputt gemacht weil ich natürlich eigentlich gerne eine Beziehung herstellen wollte zu sagen na guck mal die Schweden und die Schweizer investieren in Zukunft und das sind Die sind auch tatsächlich in der Spitzengruppe mit drin.

00:05:59: Finnland ist die Nummer eins, genau wie du sagst liegen allerdings bei dem Thema Zukunftsquote eher sehr unterdurchschnittlich.

00:06:06: also ich kann mir viele Erklärungen dazu ausdenken aber wenn uns Sozialwissenschaftler, Ökonomen und Glücksforscher zuhören bitte gerne Bescheid sagen ob es dazu neue Erkenntnisse gibt.

00:06:16: wenn man's wieder ein bisschen nochmal ins Verhältnis setzt zum Beispiel jetzt über den Global Innovation Index und das jetzt ganz bewusst ohne diese Indizes auch überbewerten zu wollen, aber einfach nur der Diskussion halber.

00:06:27: Dann stimmt das Bild eigentlich schon wieder ein bisschen.

00:06:29: also Länder wie Finland, Schweiz, Schweden gehören regelmäßig zu den Top Ten, der wirklich sehr innovativen Länder und die eben auch in diesem Happiness Index sehr weit oben liegen Deutschland in beiden Bereichen nicht unter den Top ten.

00:06:41: Also ich sage dass es mal ansporen für uns glaube ich genug um über ja die zukunftsfähige Gesellschaft und natürlich auch einen handlungsfähigen Staat nachzudenken.

00:06:51: Mal wieder sind wir im Hintertreffen, aber wir bleiben ja Optimisten das was aufholen können.

00:06:55: Und ich glaube du hast da den perfekten Gast gewählt und ich glaube jetzt ohne weitere Vorrede lass uns reinhören dein Gespräch mit Julia Jäcke.

00:07:05: Unser heutiger Gast ist eine der interessantesten Managerinnen und öffentlichen Denkerinnen unseres Landes.

00:07:10: sie hat in Heidelberg und Harvard Geschichte Politikwissenschaften Volkswirtschaft studiert und ihren Abschluss in Cambridge gemacht.

00:07:17: Danach ist in die Medienwelt gegangen und gehörte dort unter anderem dem Gründungsteam der Financial Times Deutschland an.

00:07:23: Später war sie Vorstandsvorsitzende von Gruner & Ja und hat dort hautnah erlebt, was die digitale Transformation für ein klassisches Medienhaus bedeutet – und diesen Wandel aktiv mitgestaltet.

00:07:34: Als Vorsitzender der Battlesman Content Alliance war sie außerdem mitverantwortlich für die legendäre Ufa und RTL also Film-und Fernsehen, für den Buchverlag Penguin Random House.

00:07:46: Sie lässt sich aber bei Weitem nicht auf die Rolle als Medienmanagerin reduzieren.

00:07:50: Heute arbeitet sie vor allen Dingen auch an den Schnittstellen von Wirtschaft, Staat und Gesellschaft – ist mehreren Aufsichtsgremien vertreten unter anderem bei der Minigree und hat zuletzt maßgebliche Reformdebatten in Deutschland mitgeprägt, etwa im Mitblick auf die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.

00:08:10: Mit wem würde man lieber über die Frage der Zukunftsfähigkeit unseres Landes unter Gesellschaft sprechen, als mit Julia Jekl.

00:08:16: Liebe Frau Jekkel, herzlich willkommen!

00:08:18: Vielen Dank, liebe Herr Lange!

00:08:20: Karl Popper hat sinngemäß ja mal gesagt, Optimismus sei eine moralische Verpflichtung.

00:08:25: Wenn Sie sagen, er hat Recht und wie optimistisch sind sie wenn Sie auf die Zukunft bei uns schauen?

00:08:32: Ja ich finde, Karl Poppar hat recht und ich muss sagen dieser ganze Gedanke hat mich auch durch unsere Initiative eigentlich getragen des handlungsfähigen Staates.

00:08:42: Ich gestehe selbst einem sehr optimistisch denkenden Menschen vieles doch manchmal schwer, sich wirklich mit der aktuellen Situation und Detail auseinanderzusetzen weil wir einfach schon in einem sehr fordernden Moment bin ich als Land in unserer Geschichte sind.

00:08:57: aber recht hat er da Papa.

00:09:00: Wir haben auch ganz viele Chancen.

00:09:02: Da werden wir bestimmt im Gespräch gleich noch darauf zurückkommen Aber wir müssen es jetzt halt auch tun.

00:09:11: Es ist jetzt einmal ein Fenster aufgegangen, das geht doch wieder zu.

00:09:14: Und um uns sozusagen nur einmal noch auf den Boden der Tatsachen zu holen bevor man dann dem Optimismus natürlich auch noch mehr Raum einräumen was mich nochmal sehr nachdenklich gemacht hat sind die Ergebnisse die Edelman in dem Edelmen Trust Barometer dieses Jahr nochmal erhoben hat wo insbesondere das Vertrauen von Menschen in Institutionen abgefragt wird, aber auch der Zukunftsoptimismus.

00:09:36: Und da muss man leider sagen und den Zukunfts-optimismus der Deutschen ist es sehr schlecht bestellt.

00:09:41: Schlechter sind glaube ich nur noch die Franzosen in der Erhebung.

00:09:44: Sie haben nämlich nur acht Prozent der Befragten in Deutschland gesagt dass sie glauben, dass es der nächsten Generation mal besser gehen wird als heute.

00:09:51: Ist natürlich ein schlimmer Befund.

00:09:53: Haben sie den Eindruck?

00:09:55: Da steckt aus so'n bisschen... deutsche Fehlwahrnehmung.

00:09:58: Wir jammern gerne, wir beschweren uns und sehen diese Welt immer ein bisschen düster drin.

00:10:02: oder ist was dran?

00:10:03: Und vor allen Dingen damit auch verbunden die Frage Ist das am Ende aus einer gesellschaftlichen Sicht ansporen Oder müssen wir uns eigentlich Sorge machen dass sowas uns noch stärker in die Paralyse treibt?

00:10:15: Ja ja es sind schwierige große Fragen.

00:10:18: Also ich finde der Befund ist schon richtig.

00:10:20: Die Laune ist da sieht man ja einen den muskulischen Umfragen Schlecht, der Zukunftsoptimismus ist wenig ausgeprägt.

00:10:30: Ich habe gerade noch mal Frau Köcher von Allensbach intensiv zugehört.

00:10:34: Da sind schon die meisten Bürgerinnen und Bürger davon überzeugt, dass es einfach weniger zu verteilen gibt zukünftig.

00:10:41: Ich komme grad wieder etwas geprägt von einer... ich hab mir den neuen HP Kerkeling-Film angeschaut.

00:10:48: Der sagt ganz hübschen Satz, der sagt früher hatte ich immer Rücken, Horst Flimmer.

00:10:53: jetzt hat Deutschland Rücken aber Rücken im Gesicht.

00:10:56: Ich meinte, die Leute lachen auch nicht mehr.

00:10:57: Es sind irgendwie einfach kreiskräfige und ein bisschen ungut drauf.

00:11:01: Das ist schon so gleichzeitig... Und das ist sozusagen die andere Seite, die ich eben erlebt habe.

00:11:07: Gibt es in diesem Land so viele Leute?

00:11:09: Wirklich viele Leute!

00:11:10: Schlaue Leute, die Dinge vorantreiben wollen.

00:11:13: Die spüren, dass was geht.

00:11:14: Die eine Energie haben.

00:11:16: Die auch eine tiefe Verbundenheit haben mit diesem Land.

00:11:19: Ich meine, das treibt mich ja selbst an.

00:11:20: Warum reden wir beide miteinander?

00:11:22: Sie haben ne sehr nette Intro zu mir gemachte Das ist ja wohlwollender Lange.

00:11:26: Aber es sind meinen Leben profitierte davon, dass ich in einer ordentlichen guten, ganz normalen Schule, also mein Wiesbaden zur Schule gegangen bin, da habe ich echt viel gelernt und das tat mir gut.

00:11:39: ein gutes Gesundheitssystem insgesamt eingeburten gute Institutionen.

00:11:43: Ich habe übrigens auch von der guten funktionierenden evangelischen Kirchengemeine profitiert und all diese Dinge.

00:11:49: Und ich möchte ganz gern, dass meine Kinder das auch tun.

00:11:52: Ich glaube diesen Gedanken haben doch eine ganze Menge in diesem Land.

00:11:56: so was fehlt?

00:12:01: Im Moment ist einer... Ach, ich will dieses Wort Zukunftserzählung ganz schrecklich!

00:12:07: Aber es fehlen schon Menschen die diesem Gefühl, dass auch etwas geht in diesem land profund finde ich also nicht girli-ding aber profund formulieren kann und Menschen ein bisschen an die Hand nehmen können, dass es da eine Zukunft gibt.

00:12:25: Also wir müssen jetzt nicht gleich an Willi Brandt denken aber diese Sehnsucht nach, hm, wer bettet?

00:12:34: Die Dinge, die zu tun sind eigentlich kommunikativ ein ist schon groß!

00:12:37: Ich habe gerade wieder Joachim Gauck erlebt.

00:12:39: ich war mit dem zusammen in der Sendung Miorska.

00:12:42: Da ist mir noch mal aufgefallen das dieses Stimme, die der hatte dort in dieser Runde, die tat den Leuten ganz gut Und das finde ich fehlt uns ein bisschen.

00:12:54: Aber gut, wir reden ja zumindest schon mal zusammen darüber lange.

00:12:58: Es ist eine Frage von... Ich glaube auch klarer Sprache vor allen Dingen.

00:13:02: Das zeichnet Gauke auch immer so ein Stück weit aus, dass er Dinge ausspricht die viele glaube ich so empfinden, die man aber selten dann auf den öffentlichen Bühnen vielleicht zu hört insbesondere von dem Menschen, die in Verantwortung sind Und bei dem Edelman noch mal kurz hängen zu bleiben, weil am Ende ist ja auch vielleicht eine Frage des Vertrauens.

00:13:17: Also gerade jetzt in Zeiten wenn ich weiß – ich weiß vielleicht nicht genau wo wir uns hinbewegen – muss sich irgendjemandem oder irgendetwas vertrauen und was aus dieser Untersuchung auch nochmal hoch interessant war.

00:13:29: Ein Großteil der Befunde sehr problematisch ist also insbesondere die meisten Institutionen, also NGOs, Medien, Politik eigentlich sehr wenig Vertrauen genießen.

00:13:37: Also weder was die Integrität betrifft noch die Kompetenz.

00:13:40: das sind erschreckende Ergebnisse die leider dann auch nach Einkommensgruppen auch noch mal stark variieren.

00:13:45: Aber es gibt zwei sehr positive Befunde, also wenn man mal guckt welche Berufsgruppe zum Beispiel ein sehr hohes Vertrauen genießt?

00:13:52: Dann sind das Wissenschaftler und sehr viel mehr als Lehrer, Journalisten, Politiker.

00:13:57: Und wenn man's nach Industrien anschaut – und das hat mich doch ein bisschen überrascht – war die Tech-Industrie, die Industrie die ganz vorne waren, noch Vorbereichen wie Bildung, Lebensmittelindustrie, Gesundheitsindustrie.

00:14:08: Das hat uns jetzt natürlich vor dem Hintergrund Wissenschaft und Tech.

00:14:11: Da sind wir natürlich auch bei DeepTech, uns natürlich auch nochmal besonders angesprochen weil man sagt aha!

00:14:16: Wir glauben ja daran dass hier gerade die Zukunft geschrieben wird im Bereich wenn wir sagen wie entwickeln wir uns neu in den Weltraum was für neue Energieerzeugungsmöglichkeiten stehen uns zur Verfügung?

00:14:27: aber das so zeigen diese Leute vielleicht sogar mehr als nur Zukunft gestalten können auch ein Vertrauensanker sein können für die Leute, die sich auch mit auf diese Reise begeben wollen und wieder optimistisch in die Zukunft zu gucken.

00:14:39: Ja finde ich gut jetzt Sie reißen viele gute Themen an.

00:14:42: vielleicht darf ich einmal noch mal zurückzudem

00:14:45: Ihre umfassungsfrage

00:14:46: weil nämlich doch sie treibt mich gerade weiter.

00:14:48: noch zum Thema Optimismus und Erzählung.

00:14:52: Ich glaube wir müssen zwei Dinge tun.

00:14:54: Zum einen die ich muss da schon sagen an vielen Stellen defizitäre Situation unseres Landes auch aussprechen weil es die Leute so erleben.

00:15:04: Ich sage jetzt mal Infrastruktur, Problematik, Bildungs-Wankings – wir schmieren ehrlich gesagt überall ab!

00:15:11: Das lesen wir immer in der Zeitung oder sonst wo.

00:15:15: Wir sind wirklich nicht verteidigungsfähig.

00:15:17: Das müssen wir in aller Härte formulieren und das wissen auch die Leute.

00:15:21: Und jetzt in Ihrer Klientel mit der uns heute wahrscheinlich zuhört, ich will sie nochmal wiederholen, Deutschland ist gerade abgeschmiert aus dem Top-Ten im Ranking des Global Innovation Index rausgeflogen, der sei Nummer eins die Schweiz und natürlich vorne auch Amerika oder die Vereinigten Staaten.

00:15:37: Das sind Dinge, die die Leute wahrnehmen und die können wir nicht irgendwie mit Zuckerkuss begradigen oder versüßen sondern wir müssen sie aussprechen.

00:15:48: aber das müssen wir überführen in den Lösungen und das ist im Grunde dann später die Idee unserer Initiative.

00:15:56: Wir müssen die Dinge halt anspringenlösen.

00:15:57: Und nochmal zum Thema Vertrauen, was Sie gerade gesagt haben Edelmann Barometer und so weiter, dass viele Studien belegen das ja.

00:16:06: Dahinter verbirgt sich allerdings also ich glaube ein Grundproblem aber auch ein Interesse.

00:16:13: es muss ich jetzt auch mal sagen fremdstaatliche Akteure russischer Propaganda z.T.

00:16:20: auf chinesischer Propageander und anderer und auch innerhalb unseres Landesakteure die ein Interresse daran haben alle unsere Institutionen dieses Landes schlecht zu machen.

00:16:32: Justiz, Politik auch Wissenschaft an sich Medien öffentlich-rechtlicher Rundfunk natürlich aber auch private Medien unabhängige Medien das ganze Zeug also dass das ist das Problem gerade.

00:16:45: es gibt also reale Defizite über die wir sprechen müssen.

00:16:49: das problem hatte ich auch im zukunftsrat des reformes öffentlich rechtlichen rundfunks.

00:16:52: da gibt es Dinge die wirklich eklatan dysfunktional sind.

00:16:57: Und dann gibt es aber auch noch diejenigen, die einfach sagen, dass sowieso alles ein Schrott muss weg.

00:17:03: Wir wollen das diskreditieren.

00:17:05: So!

00:17:05: Das ist die interessante Gemengelage gerade der wir uns bewegen.

00:17:09: Also da gehen mir jetzt auch gleichzeitig tausend Dinge nochmal auf diese Stichwurde durch den Kopf dieses Thema Optimismus zu Wahrhaftigkeit.

00:17:16: also ich glaube da ist unheimlich viel dran.

00:17:18: und diese Balance das ist ja auch eine Frage so am Ende des Leaderships, dass man eigentlich von der politischen Seite erwarten muss Von der Industrie und ich sage mal von den Institut oder dem Vertretern der Institutionen ums mal Absag zu sagen im Grunde genauso.

00:17:31: Und sich so eine zweite Dimension ist ja dann im frei wie viel Konsens brauchen wir für bestimmte Dinge aber auch wie viel Konfliktfähigkeit?

00:17:39: also wenn man sich mal überlegt, wie schwer sich auch Politik tut Trade-offs zu benennen, weil wir sagen, wir sind nun mal aus dem Paradiesvertrieben.

00:17:46: Was sollen wir tun?

00:17:47: Also wir werden uns immer möglicherweise auch zwischen Dingen entscheiden müssen.

00:17:50: Das ist so eine Sache.

00:17:51: also wenn man jetzt die Energiedebatte denkt da wird das ja völlig eklatant.

00:17:54: Also auch nochmal im historischen Rückblick.

00:17:56: Gleichzeitig gibt es aber Immer so eine Erzählung, die diese in einem Nulldom-Paradigma drin ist.

00:18:04: Also es wird häufig der Eindruck erweckt das was ich dir wegnehme, das habe ich und wenn ich etwas halbe, hab' ich's dir vorher weggenommen.

00:18:10: Und also statt zu denken wie kann ich den Kuchen größer machen?

00:18:13: Das ist insbesondere dann wenns um Fragen von Verteilung geht aber auch der Fall.

00:18:16: wie stehen wir zur Marktwirtschaft?

00:18:17: ganz grundsätzlich spielt das ja immer eine ganz große Rolle.

00:18:22: Und als Sie gerade Russland sagen und diskreditieren oder wer auch mögliche Lösungsanbieter sind, ich habe noch eine zusätzliche Sorge und dann kommen wir sozusagen zum großen Optimismus glaube ich.

00:18:31: aber die zusätzlichen Sorge, die ich habe ist dass aus dem guten Befund, dass die Wirtschaft als Lösungs-Anbieterin zur Verfügung steht und von der Bevölkerung in Teilen auch so wahrgenommen wird Das war noch mal ein interessanter Teil bei Edelman, dass man sagt ja auch soziale Fragen können von Unternehmen durchaus angegangen werden wenn sie zu Lösungen ermutigen und nicht zwingend eine Position einnehmen.

00:18:58: Eine politische Position die polarisiert.

00:19:02: Wenn man jetzt aber den Überschlag macht und sagt okay wir überlassen die großen Probleme den Unternehmen vielleicht sogar den Tech-Unternehmen dann habe ich im Moment gerade ein paar Leute in Amerika vor Augen, denen ich meine Zukunft nicht anvertrauen würde.

00:19:15: Was auch wieder so'n Spannungsfeld ist.

00:19:16: Wollen wir sagen Lösungen?

00:19:17: Ja!

00:19:18: Aber wie haben wir aus gutem Grundgesellschaftliche Institutionen?

00:19:25: Ich glaube viel oder alles was ich weiß wenn man sich nochmal mit demoskopie etc.

00:19:30: beschäftigt.

00:19:31: Nämlich noch mal Körcher-Allensbach aber viele andere Sagenwunde ja auch hier ähnliches Und das entspricht übrigens auch meiner persönlichen Erfahrung bei der Veränderung von Unternehmen.

00:19:43: Menschen sind zu opfern bereit, auch wenn es an ihr persönliches, ich sag mal europasöhnliche Situationen geht.

00:19:50: Wenn sie wissen dass es sinnvoll ist so einem besseren großen und Ganzen führt.

00:19:57: Wenn Sie den Kontext verstehen und der sie überzeugt dann bin ich eventuell auch muss man natürlich sagen je nach sozialer Schicht differenziert zu betrachten, das ist logisch.

00:20:10: Aber du musst die Dingerheit einvetten!

00:20:12: Wenn ich immer nur das Gefühl habe hier wird es weniger da wird's weniger und da muss ich auch noch irgendwie uns jetzt länger arbeiten... Das ist doof.

00:20:17: wenn dich aber das Gefühl habt dass es Teil von einer Grunderneuerung dieses Landes an dem Politik mitwirkt und an dem Unternehmen mitwirken Und das tun ja viele Unternehmen nicht alle muss sich jetzt auch mal sagen Es gibt doch die die einfach nur eindreschen auf Politik in einer Missachtung grundlegenden Ahnungslosigkeit über die Komplexität und zwar auch die notwendigen Komplexitäten unserer Politik.

00:20:41: Das ist auch manchmal schrecklich, aber gut es gibt auf jeden Fall viele, die hier Dinge nach vorne treiben.

00:20:46: Wenn das zusammenkommt glaube ich kriegen wir schon irgendwas hin.

00:20:48: Aber du musst es eben einwetten.

00:20:50: gerade Ich will ja haben einen Podcast der so ein bisschen zeitlos aber im Grunde ich gucke grade in die Zeitung aber es wird auch in drei vier Monaten wieder das Gleiche sein dass irgendein Aufreger ist weil hier oder da Ein kleines policy Thema herausgegriffen wird dass nur ohne Kontext einfach nicht so verstehen ist und auch nicht nachvollziehbar sind.

00:21:10: Das habe ich wirklich auch erlebt in meinem, Sie haben es eingangs gesagt, in meiner verantwortlichen neun Jahre CEO, Gronkh Nodya wo du ein Haus durch grundlegende Transformationen führen musstest und am Ende... Ich geinnere mich noch an eine Unternehmen, sie ist App-like, so eine Gründung von Gronh Nodyam Mitarbeitern im App Marketing Tech Bereich im weiteren Sinne zwei tolle junge Männer die Einfach in Kombination mit einer großen Expertise des Hauses im AdTech-Bereich, ein Unternehmen geschaffen haben.

00:21:43: Das schnell wuchs und ich weiß noch wie viele Leute der, ich sag mal traditionellen Leute im Haus,

00:21:50: sagten was

00:21:51: soll der Scheiß?

00:21:51: Was ist das denn?

00:21:52: Was hat das mit mir zu tun?

00:21:53: Was macht das mit der Veränderung der Tote zu

00:21:55: tun?!

00:21:55: Was bringt mir es wenn's denen gut geht!

00:21:58: Aber musst einfach erklären du musst halt viele Bälle in der Luft haben und drei davon fallen runter Aber einer fängst du ganz toll wieder auf und dieses Unternehmen ist heute ein wunderbar hoch profitables, stark wachsendes Unternehmen.

00:22:10: Hängt verbörtet von das eine andere Geschichte aber bringt zum Gelingen direkt bei!

00:22:15: Du musst es erzählen und ich verstehe dass ganz viele am Anfang das nicht verstanden haben und so ist es im politischen Raum genauso.

00:22:22: Und ich vermute diejenigen, die jetzt vielleicht selber sich gar nicht im Fahrersitz der Entwicklung sehen.

00:22:28: Sondern das Gefühl haben, dass passiert mit ihnen aber nicht durch sie selber... Richtig!

00:22:32: ...haben natürlich einen, ich sag mal vielleicht auch eine Abwehr und auch das ist glaube ich empirisch sehr gut belegt.

00:22:37: Also ein nämlich an ein sehr gutes Buch Innovation and its Enemies von Calestis Juma schon paar Jahre alt oder wahrscheinlich sogar schon ein Jahrzehnt mittlerweile alt Aber noch mal so beschrieben, wo kommt der Gegendruck eigentlich her?

00:22:47: Und wenn ich das richtig in Erinnerung habe lässt sie es eigentlich sehr stark darauf zurückführen zu sagen.

00:22:54: Es gibt, wenn neue Themen kommen ob das Technologien oder andere Innovationen und Veränderungen sind doch immer eine Gruppe von Leuten die Angst hat persönlich was zu verlieren.

00:23:02: Ob das jetzt berechtigt ist oder unberechtigt is erstmal gar nicht so wahnsinnig entscheidend sondern man muss erst einmal verstehen dass es so ist und dann im Zweifel darauf reagieren zu können.

00:23:10: Ich könnte mir vorstellen, dass das genau bei Ihnen natürlich auch der Fall war in dem... Ja!

00:23:15: Es hat was mit Verlust zu tun, es hat auch etwas mit emotionalem Verluste zu tun ...mit einer Identität zu tun.

00:23:19: Du hast die Jahre lang irgendwas so gemacht ...und hast auch das immer als richtig und wertsch- und sinnstiftend empfunden.

00:23:28: Und das war es auch.

00:23:30: Nur Zeiten haben sich verändert.

00:23:31: Ist übrigens das Gleiche wenn wir später nochmal auf unsere Formen unseres Staatswesens zukommen.

00:23:36: Was ist zum Moment eines unserer großen Probleme?

00:23:39: Die Ressort-Egoismen, der sogenannten Ressortsprinzip.

00:23:42: Das Hochgehalten wird wie eine heilige Kuh und das auch seine Sinnhaftigkeit hat.

00:23:49: Da sind Menschen in Ministerien – ich sage jetzt mal Umwelt-, was auch immer Finanzjustiz die über Jahre eine Perspektive hatten sich hochspezialisiert haben und auch eine Identität entwickelt haben und es ist nachvollziehbar!

00:24:07: dass sie ihre Interessen umsetzen wollen.

00:24:10: Aber wir sind in einer Welt und eine Situation dieses Landes, wo das große und ganze wieder zusammengeführt werden muss.

00:24:19: Wo wir entscheiden müssen.

00:24:20: was ist denn jetzt wichtiger?

00:24:22: Also wie Sie richtig gesagt haben es geht um Priorisierungen Abwägeentscheidung und es geht aber nicht um Schwarz oder Weiß!

00:24:27: Aber es gibt häufig Situationen, ich will jetzt mal aussprechen Beschleunigung, Infrastruktur Sanierung von Marotten Brücken etc... Ja, wollen wir jetzt noch ein großes Planfeststellungsverfahren?

00:24:42: Weil die Brücke jetzt einen Meter breiter ist oder nicht.

00:24:44: Oder wollen wir einfach ins Genehmigungsverfahren?

00:24:45: Wollen wir nochmal das sozusagen die Perspektive des Umweltschutzes nochmal mit reinkommt oder nicht?

00:24:51: Das sind die entscheidenden Fragen.

00:24:52: und ich kann nochmal verstehen dass da ein Ministerium XY fightet aber... Es muss wieder zusammengeführt werden.

00:24:59: Ich habe kürzlich mit dem wirklich sehr schlauen Chef von Metaplan noch mal gesprochen, der mich eigentlich auf einen Keimatisten... ...der mich auch etwas ganz triviales nochmal hingewiesen hat.

00:25:07: aber manchmal sind die Dinge ja trivial!

00:25:10: Wir haben in unserer komplexen Welt ja Unternehmen arbeitsteilig und das gilt auch für den Staat arbeitesteilig organisiert.

00:25:16: Wir müssen die Arbeit spezialisieren so dass du Profis entwickelst, die sich auch in Detail auskennen.

00:25:22: Wichtig nur es gibt auch den zweiten Teil der Arbeitsorganisation zusammenführen, zu einer Einheit und am Ende auch priorisieren und den roten Faden durchziehen.

00:25:34: Das geht manchmal etwas flöten.

00:25:35: jedenfalls im Staatwesen geht das manchmal etwas Flöten.

00:25:39: dass diese Perspektive irgendwie weiß ich nicht zu wenig gesehen wird und auch gelebt wird und da glaube ich brauche mir so ein wieder hin.

00:25:46: aber es gibt wie gesagt Skripte für Unternehmen kennen wir auch alle.

00:25:48: Silo hoch und runter also ich war selbst auch eine Silo-Anmischerin, Zementanmischerin und sonst was.

00:25:53: Ich kenne das alles gut.

00:25:55: Also jeder ist ja letztendlich und das gehört der sehr fernes halbe.

00:25:57: Und so sehen Sie, dass haben das vorher im Grunde auch gesagt, jeder ist in seinen Zwängen ein Stück weit gebunden.

00:26:02: wir müssen da raus aus allen den Silos die wir sind.

00:26:05: aber wir sind in den Zwängen und ich glaube es hat ganz viel damit zu tun weil sie vorher sagten, wie schauen wir eigentlich auf die anderen Sektoren?

00:26:12: Also wenn ich aus der Wirtschaft komme.

00:26:13: Wie gucke ich auf Politik?

00:26:14: Wie guke ich auf Wissenschaft und auch andere gesellschaftliche Institutionen?

00:26:18: Ich habe es genauso erlebt teilweise mit Verachtung und Geringschätzung.

00:26:21: das betrifft aber da guckt dann jeder aber auch im Kreis.

00:26:24: also das ist ja nicht nur einbleitig Es gibt aber auch andere diese Dinge überwinden Und ich glaube dass sind die Menschen.

00:26:29: Da hab' ich auch mit Christian Bruch drüber gesprochen in einer unserer letzten Episoden Der das ganz einfach um Punkt gebracht hat gesagt Wir müssen verstehen Menschen in anderen Institutionen, in anderen Zwängen leben als wir.

00:26:42: Genau!

00:26:43: Und wenn wir das erstmal akzeptiert haben ist das schon der erste Schritt um zu sehen wie kommen wir gemeinsam eigentlich daraus.

00:26:47: und ich sage mal dann so Dinge wie Respekt

00:26:49: usw.,

00:26:49: die sollten da einfach schonmal als Grundverständnis unten drunter liegen.

00:26:52: darf ich nachher auch noch eine These für Sie?

00:26:54: aber das scheint mir sehr anschlussfähig.

00:26:56: Wir müssen noch den Punkt dazu sagen dass wir den nicht vergessen.

00:26:59: ja angesprochen Interaktion zwischen Wirtschaft Wissenschaft Politik im weiteren Sinne Das will ich noch mal kurz sagen, das ist auch ein Thema in unserer Initiative Handlungsfähiger Staat.

00:27:11: Die sogenannte Sektorengeschlossenheit in unserem Land also dass... Ich bin in der Wirtschaft, ich bleibe in der Wirtschaft, ich bin in einer Verwaltung oder Politik und habe wenig Interaktion mit den anderen Bereichen.

00:27:24: die sind in unserem land echt ausgeprägt Und das war mal anders!

00:27:29: Also wenn wir mal zurückgucken in die Gründungszeit der Bundesrepublik Selbst auch in der Politik, im politischen Raum.

00:27:35: Wir hatten so viele politische Akteure die einen wirtschaftlichen Hintergrund hatten.

00:27:39: Ich will mal kurz erwähnen oder wissenschaftlich.

00:27:41: Fangen wir mal mit Wissenschaft an.

00:27:42: Rita Süßmund oder Kurt Bietenkopf war Leiter der Ruhr-Universität in Bochung Oder Richard von Weizsäcker War.

00:27:53: Wo war er?

00:27:54: Böhringer Ingeheim in der Geschäftsleitung?

00:27:57: oder wissen Sie noch unseren Wissenschafts- und Forschungsminister?

00:28:00: Ja, ja.

00:28:01: Wiesnuba!

00:28:01: War vorher oder heute würde man sagen leider R&D in der Metallgesellschaft in Frankfurt?

00:28:08: Das war gelernter.

00:28:09: Da sind wir zurückgeflogen und dafür werbe ich sehr.

00:28:13: dass wir mehr Verständnis für einander haben das habe ich in den letzten... ist mein großer muss ich sagen persönlicher Gewinn der letzten anderthalb zwei Jahre.

00:28:22: so viel besser zu verstehen wie unser Staat funktioniert und das ist wirklich für mich so wertvoll.

00:28:27: Aber ich würde mir wünschen, dass wir mehr Möglichkeiten schaffen.

00:28:30: Dass das Leute auf unterschiedlichen Ebenen schaffen.

00:28:32: also Stichwort Querwechseler.

00:28:34: Wir haben heute im Grunde keine Möglichkeit für Menschen in der Wirtschaft die vielleicht ich sage es jetzt mal nicht mehr so sehr oft das Portemonnaie achten müssten aber sich wirklich ihre Expertise in die Organisationsentwicklung oder sowas Im Staatswesen anbringen würden.

00:28:50: Es geht im gründlich du kriegst sie kaum unter in unserem starren öffentlichen Dienstrecht und wie zuversa.

00:28:56: Deshalb plädieren wir auch an unsere Initiative von Handlungsfähigen Staat für eine grundlegende Reform des Dienstrechtes, sodass dieses System einfach mehr atmen kann und offener ist.

00:29:09: Für unterschiedliche Perspektiven.

00:29:11: Es kann nicht sein, dass wir unseren Staat – ich bin jetzt etwas polemisch – ausschließlich bestimmen lassen vor Juristen mit einem zweiten Staatsexamen.

00:29:19: Und ich liebe Juristen!

00:29:21: Ich meine wirklich….

00:29:23: Partner in Crime bei unserer Initiative Andreas Foskohle.

00:29:26: Nur wirklich ist der Gerüst schlecht.

00:29:28: hin zu erbeeren Präsidenten und mehr Schlauheit, wo ihn gepaart mit Empathie kann ich mir nicht wünschen.

00:29:35: Und trotzdem sagt auch er Mögeristen es vielleicht auch nicht richtig das war.

00:29:40: Also ich teile das komplett und ich meine es ist ja sogar so, dass wenn man das diskutieren will häufig dann der Begriff der Drehtürkarrieren fällt.

00:29:47: Und dann werden irgendwie ein zwei Leute rausgekramt an den Pranger gestellten gesagt seht ihr so ist.

00:29:51: Das ist genau das was wir nicht wollen und das ist eine fatale Entwicklung und Ich habe die beobachtung des sozusagen wenn es leute gibt verschiedene Sektoren kennen oder diese Sektorgeschlossenheit überwinden, dass das leider häufig Leute sind die am Ende einer Karriere sind.

00:30:05: Und dann also mit hoher Sinjurität Gott sei Dank!

00:30:08: Das sind ja Leute, die wir brauchen.

00:30:10: aber es fehlt dieser ganze Mittelbau als wo die Leute so in der Rush Hour ihres Lebens genau aber diese Erfahrung machen können aus dem bestehenden Job oder eben durch die dann aber positiv besetzte Drehteuer.

00:30:22: Das ist vielleicht auch eine sehr gute Überleitung zu einer anderen Floskel, die ich auch nicht leiden mag.

00:30:29: Obwohl an ihr was Wahres dran ist und die Floske lautet wir haben kein Erkenntnisproblem sondern ein Umsetzungsproblem.

00:30:36: Ich mag es eigentlich nicht mehr hören.

00:30:38: obwohl also ein großer Teil ist da dran ja war.

00:30:41: der kleinere Teil ist vielleicht dass wir auch viel über Themen mit viel Meinung reden wo wir wenig Ahnung haben.

00:30:45: das ist vielleicht der kleineste aber im großen ist ja schon etwas dran.

00:30:49: warum Ist denn der Weg von der Diagnose dessen was vermeintlich richtig ist zu tun zur tatsächlichen Veränderung dann immer so lang?

00:30:58: und das ist auch da.

00:30:59: Es ist eine Frage, wir sehen es im staatlichen Handeln, wir sind in NGOs Wir sehen es in Unternehmen Und wir haben's alle in unseren Lebensbereichen schon gesehen.

00:31:06: Wahrscheinlich sind auf viele der Dinge die wir schon besprochen haben ein Teil einer Antwort.

00:31:11: Aber warum sind wir so langsam in dieser Umsetzung?

00:31:16: Sprechen Sie jetzt überwiegend den staatlichen Raum an

00:31:18: Sowohl als auch.

00:31:19: Ehrlich gesagt, ich hab's in allen Lebensbereichen erlebt.

00:31:22: Ob es NGOs waren oder Wissenschaft war, der Unterschied ist gar nicht so groß.

00:31:29: Also ganz allgemein traue ich mich das nicht zu sagen für alle Bereiche.

00:31:33: Vielleicht darf ich einmal mich konzentrieren auf den politischen Raum?

00:31:37: Weil da habe ich jetzt nun wirklich den intensiveren Blick in den letzten anderthalb zwei Jahren gehabt und hab ja immer noch ne gewisse Frische von draußen guckend.

00:31:49: Und da fallen mir zwei Dinge auf.

00:31:50: Da fällt mir auf, dass wir in Deutschland im politischen Raum etwas können was andere zum Teil verlernt haben.

00:31:57: das ist ganz wichtig.

00:31:57: die Kompromissfindung Dass sich noch verständigen können Das Ringen um Lösungen und am Ende aber auch sich einigen.

00:32:07: Wo geht es gerade nicht mehr?

00:32:08: gucken wir zu unseren französischen Nachbarn?

00:32:10: In was für Probleme geraten sie durch eine wirklich nur noch Polemisierung und Polarisierung.

00:32:15: und da finde ich können wir... Ich sage das jetzt mal ganz groß sehr glücklich sein, dass wir Politiker haben die diesen diese Fähigkeit über Jahre trainiert haben und die auch bewahrt haben.

00:32:27: Und die sollten wir unbedingt bewahren was auch auffällt wenn man ein bisschen von der Ferne guckt ist das die tatsächlich die Umsetzungsqualität echt unter ausgeprägt ist.

00:32:39: ich glaube das hat etwas mit der Schnelligkeit im politischen Raum zu tun.

00:32:41: du hast du einigst dich politisch auf irgendwas und dann denkst du es läuft nur Wie wir wissen, und das wissen jetzt Menschen die in Unternehmen arbeiten was schon alles auf Powerpoint Charge stand.

00:32:52: Und am Ende nach zwei Jahren sich nicht materialisiert hat.

00:32:55: Und da ist ein politischer Raum sicherlich das schrecklichste Beispiel.

00:32:57: aber dann können ich jetzt Stunden drüber sprechen.

00:32:59: Aber das Schrecklicheste ist sicherlich damals unser Online-Zugangsgesetz aus zehntelten siebzehn wo wir uns vorgenommen haben dass bis Ende zwanzig mehr oder weniger alle relevanten Verwaltungsleistungen digital angeboten werden können.

00:33:13: Na ja, und wo waren wir?

00:33:14: Zweiundzwanzig.

00:33:14: Also gibt's unterschiedliche Perspektiven drauf.

00:33:17: die schlimmste ist vier Prozent war am Ende umgesetzt.

00:33:23: Und ich habe noch ein schreckliches Beispiel gehört dass du genug länger gedauert hat statt als das Online Zugangsgesetz weil mir genau das auch nochmal durch den Kopf gegangen ist.

00:33:32: können Sie sich noch an die Einführung der steuerlichen F&E Förderungen erinnern?

00:33:36: Das war ein Thema, was in der Innovations-Community wahnsinnig heiß diskutiert wurde.

00:33:40: Ich habe es ehrlich, ich war selber immer skeptisch aber lassen wir das mal außen vor weil eigentlich fast alle Experten und Beratungshäuser Stiftungen usw.

00:33:49: haben gesagt steuerliche von E-Förderung überall gibt's das nur in Deutschland nicht ist die Lösung aller Probleme.

00:33:53: dann stand es plötzlich im Koalitionsvertrag.

00:33:56: das muss in einer der ersten Legislaturen von Merkel gewesen sein wenn ich das richtig im Kopf hab.

00:34:01: Es haben alle wahnsinnigt gefeiert!

00:34:06: Und dann passierte nichts.

00:34:07: Und zwar zehn Jahre lang nicht, bis zur Einführung hat es sage und schreibe zehn Jahre gedauert.

00:34:14: Und das ist glaube ich genauso ein Fall der ja auch zu einem wahnsinnigen Frust führt wenn man sagt Wenn das erkannt ist und es ist sozusagen eigentlich schon auf der Schiene aber der Zug fährt nicht los.

00:34:25: Also dann fragen wir uns ja wirklich Ist der Staat handlungsfähig?

00:34:28: Und damit sind wir glaube ich jetzt an dem sehr guten Punkt um mal genau auch in die Initiative diese Dankenswerterweise mit Ihren Kollegen.

00:34:34: wir kommen gleich drauf Wer ihre Partners im Crime zusätzlich noch waren, dem Herrn Voskule.

00:34:39: Der sie ja umgetrieben hat wie kriegen wir unseren Staat funktionsfähig?

00:34:43: Und bevor wir da reinsteigen Wir haben unsere KI mal ins Jahr zwanzig dreißig geschickt und Sie mal berichten lassen was sie dort vorgefunden hat.

00:34:52: Wir hören uns das mal eine Minute lang an.

00:34:57: Im Jahr zwei tausend Dreißig beginnt Anastar Kuhich und erstaunlich effizient.

00:35:02: Die achtundzwanzigjährige lebt in Berlin und arbeitet freiberuflich.

00:35:06: Beim ersten Kaffee öffnet sie auf dem Handy ihr Bürgerkonto.

00:35:10: Die Steuererklärung ist fast fertig ausgefüllt.

00:35:13: Sie prüft kurz, klickt auf Bestätigen – erledigt.

00:35:17: Als sie das Haus verlässt fährt die neue Straßenbahn durch ihr Viertel.

00:35:21: Noch vor Kurzem war das Projekt heftig diskutiert worden.

00:35:25: Früher hätte so etwas Jahre gedauert Diesmal nicht.

00:35:28: Planungen, Genehmigungen und Einwände wurden digital gebündelt und parallel bearbeitet.

00:35:34: Der Fortschritt war jederzeit einsehbar.

00:35:36: Für Anna macht das einen spürbaren Unterschied.

00:35:40: Wege, die früher umständlich waren sind plötzlich einfach planbar.

00:35:44: Der Start ist noch da aber erarbeitet anders.

00:35:47: Schneller, klarer oft im Hintergrund.

00:35:50: Für Anna fühlt sich für dich vor allem so an weniger kompliziert.

00:35:56: Super!

00:35:58: Damit können wir leben.

00:36:00: Das ist ja toll

00:36:02: Damit könnten wir leben, Frau Jekyll.

00:36:03: Und ich glaube das ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt um wirklich mal in die Tiefe auch ihrer sehr ehrenwerten und sehr gelungenem wie ich finde wenn ich das sagen darf initiative handlungsfähiger Staat einzutauchen.

00:36:15: Das ist eine Initiative die sie mit Thomas de Maizière per Steinbrück und dem schon angesprochenen Andreas Foskulle gestartet haben aus der Überzeugung Wir müssen uns insgesamt die Funktionsfähigkeit des Staates angucken.

00:36:26: Und wir müssen vor allen Dingen aus dem Blockaden und Selbstblockaden, so haben sie es genannt, eigentlich genau die richtige Zuspitzung wie ich finde staatlichen Handelns aufzulösen.

00:36:36: was mir persönlich sehr gut gefallen hat muss ich sagen ist es ja ein freigänglicher zugänglicher Bericht.

00:36:41: jeder Mann und jede Frau kann sich das jederzeit kostenlos besorgen und ansehen oder

00:36:45: als Büchsein elf Euro.

00:36:47: Ich habe es geschenkt bekommen.

00:36:48: tatsächlich Christoph Schmidt hat es mir geschenkten sehr früh also schon raus kam wo ich mich sehr drüber gefreut.

00:36:53: Ich finde es deswegen sehr gelungen, weil es einerseits auf einer sehr strategischen Ebene die sehr relevanten Themen erst mal markiert.

00:36:59: Also auch das ist ja so ein Problem Sie haben's vorhin schon angerissen.

00:37:01: wir regen uns ja manchmal über so klein Details dann auf statt einfach nochmal das große Ganze anzugucken.

00:37:06: also das große ganze ist drin und die Empfehlungen sind gleichzeitig operationalisierbar.

00:37:11: Es kann sich niemand im Grunde rausreden zu sagen Das ist aber so abstrascht.

00:37:14: da müssen wir erstmal nachdenken.

00:37:15: drei Kommission bilden Und dann können wir erst entscheiden.

00:37:19: Ein anderer Punkt, der mich sehr beeindruckt muss ich sagen ist sie haben ja nicht nur das Gutachten oder die Empfehlungen über den Zaun geworfen und sind dann schnell weggelaufen.

00:37:28: Sondern im Gegenteil Sie halten das ja sehr intensiv nach was sehr viel Zeit und Kraft kostet kann ich mir vorstellen.

00:37:35: aber es ist natürlich auch die Erfahrung die wir glaube ich alle haben dass nachhalten das nachgehen und das immer wieder vorbringen ist leider Teil des Spiels ist aber sehr ehrenwert dass sie's machen weil sie müssen es ja nicht machen um mal vielleicht zu denen Blockaden und Selbstblockaden zu kommen.

00:37:50: Wo stehen wir uns denn am wirklich allermeisten im Weg?

00:37:55: Sollte ich nochmal kurz vorab noch mal drei Sätze zu den... Ja

00:37:57: unbedingt, sehr gerne!

00:37:59: Wir

00:37:59: vier haben uns zusammengetan.

00:38:01: Herr Lange Sie haben es genau richtig beschrieben.

00:38:03: der Hintergrund war eigentlich das was sie auch eingangs sagten Stichwort Edelmann Vertrauensverlust in dass funktionieren unsere Staatsfesens der Bürgerinnen und Bürger halten unseren Staat im Moment nicht für genügend Handlungsrecht oder für überfordert mit seinen Aufgaben.

00:38:18: Das ist die korrekte Beschreibung, und das hat einen unmittelbaren Zusammenhang mit der Frage nach Vertrauen in die Demokratie per se.

00:38:26: Und deshalb haben wir uns grundlegend mit dieser Frage beschäftigt was ich will zwar positiv formulieren, was sind überhaupt Gelingensbedingungen für Politik per se?

00:38:34: Was kann Welche strukturellen Veränderungen müssen wir eigentlich angehen in diesem Land?

00:38:39: Damit im Grunde jede Form von Politik, egal welche Koalition welcher Kulör am Ende aus der Perspektive des Bürgers überhaupt wirkungsvoll sein kann.

00:38:47: Also es ist wirklich auch ankommt und das ist ja eines unserer großen Probleme Und deshalb haben wir uns zusammengetan.

00:38:52: Der Bundespräsident ist unser Schirmherr dankenswerterweise und Wir viel haben das nicht alleine gemacht sondern über fünfzig Experten und Experten waren dabei in sieben Arbeitsfeldern und bewusst haben wir die Experten so zusammengesucht.

00:39:05: Das dauerte Wissenschaftler dabei sind, also da ist ein kleines Fuß vom IFO oder der Steffen Mauder.

00:39:11: Wunderbar so sicherlich einer der Soziologen der Stunde in unserem Land.

00:39:14: Dabei ist aber eben auch ein Bürgermeister eine Schuldirektorin ehemalige Verwaltungsmitarbeiter und so weiter.

00:39:20: die wirklich on-detail im wir nennen das im Maschinenraum des Staates sind bewusst aber keine Verbände keine Lobbygruppen auch keine aktiven Politiker.

00:39:28: Das war sozusagen das Setup Und Sie haben das ganz richtig gesagt.

00:39:32: Wir haben versucht sehr operationalisierbar zu sein Sodass man, das war sicherlich auch in unserer Vierergruppe natürlich dieses Gen sehr stark ausgeprägt.

00:39:41: Das reinversetzen in handelnde Politik?

00:39:44: Was ist möglich und wo überfordern wir alle?

00:39:48: Also wir sind immer an die Grenzen des Möglichen gegangen Und weil es gibt natürlich tausend Papiere was müsste man, was könnte man und sonst was.

00:39:57: Aber ich kann alles gar nicht mehr lesen Weil genau das wird scheitern aus den Gründen.

00:40:02: Wir haben wirklich versucht Stretch-Goals zu haben, sozusagen.

00:40:06: Leute zu fordern aber eben trotzdem auch noch Verständnis für die Zwinge zu haben in der sich politische Akteure befinden.

00:40:15: Das war das eine des Zweites.

00:40:17: Wir haben versucht wirklich verständlich zu sein.

00:40:19: Insofern glaube ich kann auch ein Nichtexperte das lesen persönlich auch besonderen Wert darauf gelegt dass es irgendwie ne verständliche Sprache ist mit nicht zu viel Fachthermologien.

00:40:31: Und dann Last but not least, das ist glaube ich wirklich wichtig, da habe ich noch zwei Dinge.

00:40:37: Dass wir in die Tiefe gegangen sind.

00:40:38: du musst dich vielleicht kommen wir nachher beim Thema Bürokratie erbauen auch mal drauf Wir kommen nicht voran wenn mir nicht wirklich in die tiefe der Materie eingeht!

00:40:46: Wir müssen einen Respekt davor haben vor den Facts und müssen weg vom Stammtisch.

00:40:52: Das haben wir versucht zu tun.

00:40:54: und last but not list Ich glaube es ist fast das Wichtigste Sie werden unserem Staatswesen nur dann in einer modernisierung und Entschwingung kommen, wenn du mehrere Zipfel gleichzeitig erwischt.

00:41:05: Wenn du nur einen Segment anpackst, wirst du nicht vorankommen?

00:41:09: Du musst viele gleichzeitig... Deshalb haben wir auch den großen Begriff der Staatsreform uns getraut zu verwenden.

00:41:18: Viele Themen müssen wir eben gleichzeitig anpacken.

00:41:20: So Punkt!

00:41:21: Das war die Gesamtlage und dann haben wir also aufgegliedert in Themen von Bildung, moderne Verwaltung, digitaler Staat, Verteidigung etc.. oder Verteidigungssicherheit, Umwelt natürlich und so weiter versucht so gut es geht alles abzudecken.

00:41:37: Und ich glaube wenn man bei den Hürden und Blockaden war noch ist.

00:41:40: da ist auch ein Punkt den Sie vorhin unter einem etwas anderen Zusammenhang angesprochen hatten mit Blick auf die Juristen die die wachsende Verrechtlichung aller möglichen Lebensbereiche Und das kann ja Push und Pull sein, also einerseits dass man sagt naja gut.

00:41:55: Also wenn ich einen Gesetzgeber der auch noch Jurist ist Frage wie soll ich ein Problem lösen?

00:41:58: Ist die Antwort die kriege relativ eindeutig der greift in seinen Instrumentenkasten.

00:42:03: Umgekehrt ist es glaube ich so, dass wir das natürlich bei uns gewöhnt sind mittlerweile, dass alle Anliegen auch gleichermaßen ernst genommen werden was in Demokratie noch erstmal vollkommen okay ist.

00:42:13: aber wenn ich für jedes kleines Problem eine Lösung einfordere dann führt das natürlich genau dazu und wenn nicht für jeden Sonderfall dann auch noch eine gerechte Lösung brauche wirds natürlich noch schwieriger.

00:42:22: und das Interessante ist ja Mir kam dann in dem Zusammenhang Verrechtlichung, auch nochmal dieses Stichwort der Loyalty Society.

00:42:29: Den Wang hat das mal aufgemacht in einem Buch wo er insbesondere über China schreibt aber den Vergleich zwischen dem Engineering State in China so hat er das beschrieben und der Loyaly Society in den USA beschreibt.

00:42:41: Ich will es mal wertfrei einfach so stehen lassen Aber ich glaube der Den Wang hatte in Deutschland natürlich noch eine besondere Ausprägung der Loyally Society gefunden.

00:42:48: Die ist anders als in Amerika.

00:42:49: Er hätte eine sehr besondere gefunden Und sie leiten daraus Ja, wenn ich das richtig verstanden habe die Forderung ab.

00:42:56: Erst mal noch abstarkt wir brauchen weniger Gesetze oder bessere Gesetzen.

00:43:02: Richtig

00:43:02: und da hab' ich mich gefragt was ist denn eigentlich aus diesem berühmten One in one out geworden?

00:43:07: Und müssten es eigentlich nicht fairerweise One In Two Out sein, wenn man schon so weiß.

00:43:12: Das ist eigentlich ein schönes Beispiel.

00:43:13: One in two-out Wir sind gar nicht so ein Fan davon.

00:43:18: Also ich finde kann man machen.

00:43:20: wir glauben nur es löst die Probleme nicht alleine Weil du, und da danke ich meinen Mitstreitern.

00:43:25: Du hast die Mission per Steinung!

00:43:27: Da sind die einfach alte Vögse.

00:43:29: Die wissen genau wie sowas funktioniert.

00:43:30: Da findest du irgendein düsseliges Gesetz was wirklich einfach stoppseitig ist.

00:43:35: Und das okay, dass es jetzt out.

00:43:38: Also du kannst ganz schön viel schubbel damit trotzdem auch einen Uderweg.

00:43:42: aber wirklich wichtiger ist was sie gar dann ganz richtig gesagt haben.

00:43:46: Du musst erstmal beim Gesetzgebungsprozess selbst anfangen.

00:43:53: einfacher gemacht werden, praxisorientierte also anwendungsorientierter nicht verwandt x y da fünf Minuten vor Tore Schluss nochmal kurz sein Senf dazu geben.

00:44:02: Sondern wirklich ich sage jetzt mal kommunale Leute die in der Verwaltung sitzen mit am Tisch oder ein Unternehmen das am Ende das auch wirklich umsetzen muss mit am tisch so dass das am ende ich sag mal geländegängig ist.

00:44:16: ein gesetz und tatsächlich haben sie total recht.

00:44:18: wir müssen uns auch bei heben gesetzt fragen brauchen wir es wirklich?

00:44:21: Oder können Lassen.

00:44:24: Dafür würden wir auch grundlegend plädieren.

00:44:26: und ich will ein Beispiel geben zu dem Thema Gerechtigkeit und Bedürfnis in unserer Gesellschaft besonders gerecht und korrekt sein zu wollen, dass das wirklich hier bei mir vor der Haustür Hamburg... Ich sitze hier in Hamburg.

00:44:41: Hier gibt es einen Formular zur Beantragung des Elterngeldes.

00:44:46: Das war vor einigen Jahren vier Seiten lang?

00:44:48: Das ist jetzt glaube ich vierunddreißig Seiten lang.

00:44:52: Und dass es nicht weitert, irgendjemand in der Verwaltung uns alle ärgern will.

00:44:56: Sondern weil wir als Gesellschaft und in diesem Fall der Gesetzgeber versucht hat möglichst genau und granular alle Lebensrealitäten von uns abzubilden.

00:45:07: also beide Partner arbeiten.

00:45:09: nur ein Partner arbeitet der einer mehr oder andere weniger vielleicht ist noch einer saison hat eine saisonale Schwankung in seinem Gehalt.

00:45:17: alles soll mir ganz genau abdecken.

00:45:19: ja klar Dann kommen thirty-seiten zustande und am Ende führt das auch zu, ich sag's jetzt mal enormer Ungerechtigkeit.

00:45:25: Wenn du... Also du musst wirklich deine Sinne schwer beisammen haben dieses Ding auszufüllen.

00:45:29: ist es ein solcher Abt wahr?

00:45:31: Das macht keinen Sinn!

00:45:32: Insofern würden wir hier dringend oder plädieren wie er in unserer Initiative für mehr Einfachheit für Typisierungen, Simplifizierung, Pauschalisierung also einfach bisschen zurück wie wir es mal hatten.

00:45:44: Du kriegst so eine X. ja da hat der einer dann vielleicht ein bisschen mehr als ihm eigentlich Zustünde in der alten Welt und der anderen ein bisschen weniger.

00:45:52: Aber am Ende macht es die Dinge einfacher, klarer, pragmatischer – das bringt's eigentlich ganz gut auf den Punkt!

00:45:57: Ich glaube, das was man auch zum Beispiel bei der Einkommensteuer ja wunderbar beobachten kann.

00:46:03: Man hat ein Instrument und versucht eigentlich alle sozialen Fragen gefühlt in diesen einen Einkommenssteuertarif reinzupacken so dass es für normal Menschen fast unmöglich ist selbst wenn er wenig Sonderlocken hat jetzt seine Einkommenseuererklärung unfallfrei auszufüllen oder zu allen Ansprüchen vielleicht sogar zu kommen die ihm theoretisch zustünden.

00:46:19: Und vielleicht darf ich jetzt nochmal weitergehen weil wir bei dem Thema jetzt gerade sind wie machen wir Gesetze?

00:46:23: Das Ziel des Ganzen unseren Bürokratie-Jummel zu lichten.

00:46:27: Bürokrate per se ist ja nichts Schlechtes, also das Gegenteil von bürokratischer Verwaltung ist willkürliche Verwaltungen – we don't want!

00:46:35: Aber wir, glaube ich, konstatieren alle, dass so wie es jetzt ist sind wir im Wahnsinn und das geht so.

00:46:41: Also deshalb Gesetzgebungsprozess anpacken darüber haben wir gerade gesprochen.

00:46:45: aber was machst du natürlich mit der Vielzahl?

00:46:48: an vorhandenen Regeln und Gesetzen, die wir haben.

00:46:50: Wie gehen wir damit um?

00:46:51: Sie haben das Two Out One In oder One In Two Out Verfahren angesprochen.

00:46:56: aber eigentlich ist noch wichtiger dass du, ich sag mal handelnden Akteuren vor Ort in den Verwaltungen

00:47:03: usw.,

00:47:03: im Behörden ein bisschen mehr Raum gibst nach, ich sage es jetzt mal in meinen Worten, Kommunzenz also nach den Bedürfnissen vor Ort zu entscheiden.

00:47:14: auch da gibt es technische Möglichkeiten.

00:47:16: Es gibt sogenannte Abweichungsregel.

00:47:19: Das ist ein technisches Instrument, wo du und wir empfehlen dieses viel intensiver zu nutzen das tun einige Länder.

00:47:26: Wo hat denn Württemberg-Restaurter gerade nach vorne?

00:47:28: Ist für dich sehr gut dass du unter gewissen Umständen abweichen kannst zum Beispiel vom Landesrecht.

00:47:35: ich nehme jetzt da wenn ich darf ganz praktisches Beispiel.

00:47:37: Ich bin ein verantwortlicher Bürgermeister in der Kommune irgendwo in Ostdeutschland.

00:47:42: Da habe ich einen Kindergarten in der alten Villa.

00:47:46: Der Kindergarten darf aus Landesrecht nicht mehr als fünfzehn Kinder haben bei zwei Betreuern und in diesem Ding passen auch nicht mehr rein.

00:47:55: So, jetzt kommt das sechzehnte Kind!

00:47:58: Jetzt muss ich wirklich wenn ich korrekt bin dieses Kind abweisen und sagen Pech gehabt oder Ich muss zwei neue Erzieher irgendwie organisieren bezahlen usw.

00:48:08: Und am Ende noch eine neue Location.

00:48:10: Das lässt sich nicht finanzieren ist ausgeschlossen.

00:48:14: Deshalb würde jeder normale Mensch sagen okay Vielleicht drücke ich hier beide Augen zu und nehme das sechzehnte Kind noch.

00:48:20: Das darf ich natürlich nicht bis Ultimo weiterdrehen, dass wir irgendwann zwei jetzt hierhin vierzig Kinder haben klar.

00:48:25: Aber diesen Freirom gibt es hier abzuweichen auf eine gewisse Zeit.

00:48:30: Es kann so befristen auf vier Jahre

00:48:31: usw.,

00:48:32: schreibts Briefe an dem Ministerium, du möchtest gerne ab.

00:48:35: Und sowas empfehlen wir dringend intensiver zu nutzen.

00:48:39: Das Zweite ist Experimentiergesetze gerade in den Bereichen ... Ich meine indem sie unterwegs sind Tech, oder wir beide im weiteren Sinne.

00:48:49: Wir können nicht alles jetzt schon wissen wie es wirklich läuft.

00:48:53: Wir kommen aber aus einer Welt in dem wir versuchen Gesetze so zu bauen dass sie möglichst drunter der Jahre halten und alle Imponderabilien abbilden.

00:49:02: Nein!

00:49:03: Wie wir auch in einem Unternehmen übrigens ja Schwierigkeiten haben damit umzugehen eine gewisse Leichtigkeit atmen, schneller was auszuprobieren wieder zu lassen und so weiter.

00:49:11: Das sind ja große kulturelle Veränderungen davon kann ich liedsigen.

00:49:14: das haben wir intensiv versucht zu betreiben.

00:49:17: Und es dauert.

00:49:18: aber sowas brauchst du natürlich auch im Staatwesen und da gibt's das Instrument der Experimentiergesetze.

00:49:23: dass du einfach mal sagst okay wir versuchen jetzt x y mal anzuwenden führt das am Ende wirklich zu nehmen wenn man das Beispiel Bürokratie abbaut oder führte dich dazu?

00:49:33: Du weißt es ja nicht überall im Vorhinein.

00:49:36: Das ist uns ausprobieren.

00:49:37: Also auch da gibt es Möglichkeiten und schlaue Leute fangen an dies stärker zu verwenden, wir wünschen uns auch ein bundes-experimentier Gesetz also das Thema noch fetter anzugehen und entschiedener.

00:49:50: Das funktioniert aber auch nur wenn du das beschreibt eigentlich unsere Initiative ganz gut wie die Dinge ineinandergreifen natürlich auch eine kulturelle Veränderung in der Verwaltung hast.

00:49:59: Du brauchst dort natürlich auch Menschen die überhaupt in der Lage sind, auch Lust haben mit einem gewissen Freiraum umzugehen.

00:50:07: Ich bin jetzt Entschuldigung simplifizieren aber wir haben über die letzten Jahre tendenziell ja Leute eher dahin erzogen zu sagen Fehlervermeidung ist das A und O weiter zu gelingen nicht so relevant Das kann es ja nicht über Nacht ändern.

00:50:20: Und sie haben zwischendurch auch ganz richtig gesagt, wir Bürger sind diejenigen, die permanent zur Gericht rennen und sagen das ist aber ungerecht!

00:50:28: Hier muss ich gegenvorgehen und da ist ein Dödel der muss so wergerlos kommen.

00:50:34: also da gehören wir alle dazu dass wir uns dann da auch ein bisschen mehr entspannen und sagen okay vielleicht lassen wir jetzt einfach mal zu

00:50:43: Ja, und das braucht am Ende auch die Rückendeckung.

00:50:46: Wenn ich jetzt von dem einzelnen Beamten erwarte, er soll da experimentierend unterwegs sein darf ich ihn nicht hinrechten wenn die Sache dann nach hinten losgegangen ist.

00:50:56: Bei den Umsetzungspunkten Sie hatten haben wir ein Erkenntnisproblem oder Umsetzungsproblem?

00:51:02: Ich sage mal Minister, gehen wir jetzt ganz auf die ganz hohe Ebene Bundesminister aber auch Landesminister.

00:51:09: Die sind ja nicht nur eine Anführungszeichen.

00:51:10: Politiker die sozusagen in Talkshows sein müssen, die reden halten müssen.

00:51:14: Die ihre Ideen verkaufen wollen weil sie Wälder erreichen wollen.

00:51:18: Sondern die sind auch verantwortlich häufig von sehr großen Organisationen Behörden, Ministerien mit tausenden von Mitarbeitern, die geführt werden müssen.

00:51:26: und da kommen Sie jetzt ins Spielange.

00:51:28: das ist der Moment wo ich auch den Rücken gerade machen muss In bestimmten Momenten wo ich Leuten verteidigen muss Wo ich ihnen Freiraum geben muss, wo ich anleiten muss wo ich vorleben muss wie ich vielleicht mit meinen anderen Ministerkollegen umgehe und sage, komm lass uns das doch mal zusammen machen.

00:51:46: Tit for Ted du kriegst mal was anderes dafür.

00:51:50: wir kriegen es jetzt zusammen hin und darin orientieren sich Organisationen.

00:51:54: ob nun im öffentlichen Raum oder in der privaten Wirtschaft ist überall das gleiche

00:51:58: wo man das ja.

00:51:58: wenn man den Gedanken jetzt auch verbindet nochmal mit dem Thema Experimentierfelder dann habe ich mich früher immer gefragt Eines der Beispiele, wo man das hätte am extremsten ausüben können war die Corona-Krise.

00:52:14: Und da hatte man nicht den Mut dafür.

00:52:17: Das ist interessanterweise sehr wenig thematisiert worden zumindest in meiner Wahrnehmung.

00:52:21: also da waren wir doch in einer Situation wo man sagt aha okay Verwaltungshandeln is offensichtlich gefragt.

00:52:27: Gleichzeitig gab es aber das Bedürfnis in eine Situation wo keiner so richtig wusste was eigentlich richtig ist wenn man ganz ehrlich ist ja in einigen Fällen Und man hat sich dann aber in Grunde verabredet, dass die sechzehn Bundesländer ein Konsens über diese Maßnahmen erreichen müssen um sie dann einheitlich durchzuführen.

00:52:47: Man erinnert sich an diese Ministerkonferenzen und dann wurde da irgendwas durchgestochen und das war in aller Munde und jeden Tag und online usw.. Statt da an der Stelle den Föderalismus auch mal im positiven Sinne zu nutzen und zu sagen okay wenn Hamburg jetzt zu einer anderen Idee kommt, als Bayern die Dinge anzugehen.

00:53:04: Dann lasst sie beiden doch machen – Sie machen das ja im Interesse ihrer Bürger nicht weil sie vollkommen wahnsinnig sind sondern weil sie einfach zu einer andern Einschätzung kommen.

00:53:13: und ich gucke hinterher oder nach zwei drei Wochen was ist denn in Hamburg eigentlich passiert?

00:53:17: Oder was ist dann in Bayern tatsächlich passiert und lerne daraus?

00:53:20: Das wollte man aber glaube ich nicht, weil man einerseits wahrscheinlich den Wettbewerb da scheute Weil kann er der Zweite sein wollte und das andere, weil man sich wahrscheinlich den Vorwurf ersparen wollte Menschen-Experimente zu betreiben.

00:53:32: Also so hätten es wahrscheinlich Kritiker dargestellt aber es wäre eine unheimliche Chance vielleicht gewesen diesen Föderalismus mal als Experimentierfeld auch auf der allerhöchsten Ebene zu nutzen.

00:53:40: Es geht jetzt weit über das hinaus was die gesagt hatten.

00:53:43: Ich bin jetzt möchte ich immer sagen man muss ja auch mal sagen wo man nicht kompetent ist im Sinne mich nicht als Expertin in der sozusagen Frage der Aufbereitung des Managements der öffentlichen Aktivitäten Kontext der Corona-Zeit.

00:53:56: Was ich aber schon mitbekommen habe, ich glaube viele aus der Verweidung können jetzt sagen, die haben wir doch gemacht!

00:54:00: Wir haben eben pragmatisch vor Ort entschieden und der eine oder andere hat anders agiert und hat dann in den Baumarkt zugelassen, den anderen nicht usw.

00:54:08: Ich glaube da hat unser Föderalismus schon ganz gut geatmet und vor allem wir haben föderal entschieden und nicht per Bund.

00:54:14: Das muss man jetzt mal sagen.

00:54:15: das unterscheidet uns von vielen anderen Ländern.

00:54:19: In meiner persönlichen Wahrnehmung sind wir jetzt nicht so schlecht durch diese Corona Zeit gekommen im Vergleich zu vielen anderen Ländern, ob das mit den Schulschließungen alles so sinnvoll war.

00:54:28: Das glaube ich da kann man jetzt im Nachhinein drüber streiten.

00:54:32: Aber dass eben in solchen Momenten Fehler gemacht werden müssen wir eben zulassen.

00:54:38: Deshalb bin ich übrigens auch kein großer Freund dieser ganzen Nachbereitung der Corona-Zeit allen wieder als auf dem Deckel zu geben was sie wieder falsch gemacht haben.

00:54:46: Wäre es uns gewünscht daraus etwas rein konstruktives zu machen?

00:54:50: Gerne!

00:54:51: Fällig super, da befürchte ich nur sind die ganzen Untersuchungsausschuss und sonst was nicht das richtige Instrument dafür.

00:54:56: Sondern es ist einfach nur an den Pranger Stellen der Leute, die irgendwas mal gemacht haben uns dann vielleicht falsch gemacht haben.

00:55:00: in dieser Zeit wusste keiner was richtig ist.

00:55:04: Das sollte man für mich eher die Belohnen, die sich ein bisschen freigespielt haben und dann mal etwas getraut haben Dinge auszuprobieren.

00:55:10: aber nochmal da wäre jetzt nicht sehe ich mich als volle Expertin.

00:55:14: Aber an was ich mich noch erinnere Ausbau Ost Infrastruktur nach der Wende Da ging in Ostdeutschland ganz viel.

00:55:22: Da wurde hart priorisiert, Schnelligkeit des Ausbaus vor Korrektheit und da haben einige echt was hinbekommen in Ost-Deutschlands damals.

00:55:32: Vielleicht können wir uns an diese Zeit noch mal erinnern?

00:55:34: Ich glaube das tun ja zum Moment viele wenn ich dann das sogenannte Infrastruktur Zukunftsgesetz denke.

00:55:39: Da erinnert sich doch die einen oder anderen Beteiligten an dieser Zeit und das war ganz gut!

00:55:43: Das haben wir hinbekommen.

00:55:44: Solche äußeren Umstände wo du dich dann mein bisschen, wo du gezwungen bist.

00:55:49: Dich jetzt locker zu machen tun unserem Land ganz gut und vielleicht ist es wieder ein solcher Moment?

00:55:53: Absolut!

00:55:54: Und vielleicht um an dem Punkt mal hängen zu bleiben ich kann mich eine Aussage von Ihnen erinnern dass Sie sagten gerade die föderale Modernisierungsagenda sei ein Vorstoß auch mit Blick auf die Handlungsfähigkeit des Staates der spektakulär ist Obwohl es niemandem aufgefallen ist.

00:56:10: Können Sie da noch drei Sätze versagen?

00:56:11: Weil das ehrlich gesagt, ich habe mich dann als ich das gehört hab selber ertappt und sagte ja ich gehöre zu denen die das nicht mitbekommen haben und hat mich dann selber für mich ärgern.

00:56:19: Ja das liegt bei

00:56:20: Ihnen ne lange, dass sie's nicht mitbekommt.

00:56:21: Das ist wirklich eine echt interessante Geschichte auch für mich.

00:56:23: also sozusagen eh mal im Medien schaffen ist interessant.

00:56:26: Also dann hole ich ein bisschen aus.

00:56:28: der Bundeskanzler und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsiden-Konferenz haben sich im Sommer des letzten Jahres zusammengetan und haben gesagt okay Wir haben eine bundesmodernisierungsagenda und wir werden eine föderale Modernisierungs- agender vorantreiben, die nur im Zusammenspiel in unserem komplexen Föderalismus mit dem Bund geht.

00:56:46: Die treiben jetzt voran und wir treffen uns am vierten Dezember wieder um die Dinge im Detail zu beschließen.

00:56:52: Was ist dann passiert?

00:56:54: Jetzt muss ich wirklich ganz viele Menschen in den Staatskanzleien loben auf Länderebene, die hart gearbeitet haben, eine Agenda erarbeitet haben.

00:57:04: Wirklich, ich kann dir die Lektüre empfehlen.

00:57:05: Es sind fünfundfünfzig Seiten mit über zweihundert Maßnahmen zusammengebaut haben nicht gebaut sondern erarbeitet haben.

00:57:13: Die wirklich dieses Land wenn die umgesetzt werden grundlegend modernisiert.

00:57:18: sie haben sich mit dem einstimmig beschlossen und der Bundeskanzler hat es auch beschlossen.

00:57:22: So warum haben Sie's nicht mitbekommen?

00:57:25: Weil so funktioniert halt leider auch unsere Gesellschaft.

00:57:28: also erstens ist jetzt nicht super toll kommuniziert worden muss ich jetzt mal sagen von den handelnden Akteuren.

00:57:34: Ich finde, also ich versuche etwas zu helfen ist besser zu kommunizieren.

00:57:38: Also es geht besser meines Erachtens.

00:57:39: und das zweite ist aber ja unsere mediale Aufmerksamkeit war nur auf dem Aspekt wo sich an diesem Tag Bund und Länder nicht geeinigt haben nämlich um die grundlegende Finanzierungsfrage zwischen Bund und Ländern.

00:57:52: da gibt's ja große Themen Stichwort Konnexität Prinzip usw.

00:57:56: War klar dass man sie sich auch nicht einigen würden.

00:57:57: Das landet in Tagesschau- und Tagesthemen.

00:57:59: Das andere Thema Es ist aber auch ein verdammt komplexes Thema, sie brauchen wirklich doch einige Tassen Kaffee um sich dort durchzuarbeiten.

00:58:08: Das muss ich jetzt auch sagen und das ist natürlich auch in unserer heutigen Medienwelt immer schwieriger für Journalisten diesen Freiraum zu haben und sich den zu erkämpfen.

00:58:17: Insofern wirklich einzusteigen und sich mit der Materie auseinanderzusetzen.

00:58:21: also da kommen viele Dinge zusammen.

00:58:22: Aber vielleicht kann ich kurz drei Sätze zu dieser Agenda sagen.

00:58:26: mir wird es nicht gelingen diese Zu einer Maßnahme zusammenzufassen, aber vielleicht drei Aspekte.

00:58:31: Der erste Aspekt ist dort es beschlossen in großen Stilen auf Dokumentations- und Berichtspflichten zu verzichten.

00:58:41: Da steht jetzt drin auf ein Drittel im Ursprungsentwurf stammt sogar war das alles noch größer?

00:58:46: Es wurde dann aber zu großteilen auch von Bundesministerien geschliffen.

00:58:49: Aber immerhin dass es groß zu verzicken Und die Behörde des Ministeriums etc.. Das unbedingt auf eine Regel behaart Muss argumentieren.

00:58:59: Beweis, Last und Umkehr!

00:59:02: Das bringt uns wirklich eklatan weiter.

00:59:05: Das zweite ist Genehmigungsfiktion.

00:59:08: das kennt glaube ich der ein oder andere wenn du etwas genehmigt haben willst ob eine Unternehmenbehörde sonst was oder auch privat Mensch.

00:59:15: viele unserer Verwaltungen sind sehr belastet Du hörst nichts davon.

00:59:20: manchmal gibt es auch inhaltliche Gründe dass es irgendwie verschleppt wird.

00:59:23: nach drei Monaten keine Antwort bedeutet erst mal du kannst arbeiten.

00:59:27: Also auch hier Umkehr der Idee ist es erstmal genehmigt und nicht nicht genehmig.

00:59:33: Auch das ist ein sehr, ich sage mal eine kulturelle Schubumkehr eigentlich in der Denkwelt.

00:59:39: Drittens, da haben wir vorhin schon kurz drüber gesprochen Sanierung, Infra- oder Infrastruktur die Brücke die jetzt eben in Meter breiter ist oder noch den Fahrradweg dazu bekommt ja was?

00:59:49: Ist das jetzt ein Genehmigungsverfahren oder Planfeststellungsverfahr nach heute im Recht plan Feststellung zukünftig reines Genehmigungsverfahren.

00:59:56: Und jetzt wird spannend das ganze Zeug, ich sage es jetzt mal so pro Fahrzeug ist es wirklich harte Arbeit die sich jetzt dahinter verbirgt und da wünsche ich mir auch wirklich Respekt von uns allen für diejenigen die das jetzt tun.

01:00:09: Die müssen es übersetzen in Bundesgesetze Landesgesetzer eine Regelung usw.. Es muss jetzt abgearbeitet werden!

01:00:20: Die Akteure hier, der Staatskanzlein haben wirklich gelernt aus den Fehlern der Vergangenheit.

01:00:24: Stichwort Online.

01:00:25: Zugangsgesetz

01:00:26: etc.,

01:00:26: es gibt jetzt hier klare Deadlines wann was und auch eine Governance wann was sozusagen umgesetzt zu werden ist wie man sich updated et cetera wie nachgehalten wird.

01:00:37: ich hoffe sehr dass das klappt.

01:00:39: aber Ich will auch ein bisschen nochmal von der Realität auf der Grundesebene erkehrt.

01:00:44: Es gibt natürlich wirklich finde ich sehr fähig, Bundesminister Wildberger der auf Bundesebene daran arbeitet.

01:00:51: Aber es gibt eben hier und da dann doch wieder Dinge die dann nicht so weit springen.

01:00:55: nehmen wir mal diese diese Regelung zum Ausbau oder Sanierung der Infrastruktur.

01:01:03: das sogenannte das aktuell vorliegende Investitions-Zukunftsgesetz springt nicht also auf Bundsebene springt genau an diesem Punkt nicht soweit wie wir das und wünschen, wie wir es vorgeschlagen haben.

01:01:15: Aber wie ist auch die Länder beschlossen haben?

01:01:18: So!

01:01:18: Und jetzt haben aber die Länder Topfer gesagt, Moment mal im Bundesrat, das haben wir aber anders beschlossen.

01:01:23: Das müsst ihr ändern.

01:01:24: Wo es am Ende ein Land wird – was weiß ich aktuell nicht-, aber sie merken, dass sind harte Prozesse.

01:01:30: Deshalb ist es so wichtig, dass sowas kommunikativ eingebettet ist.

01:01:33: Es muss in eine Story eingebattet werden.

01:01:35: Dass alle wissen verdammte Axt….

01:01:37: Ich arbeite eigentlich etwas Großen mit, dass dieses Land innovativer wird, schneller wird So wie sie Anna ihre KI beschrieben hat, das ist ja das Endziel.

01:01:47: Darum geht es und jeder Mitarbeiter in Behörde XY muss verstehen ich arbeite etwas Großem mit.

01:01:56: Ich bin vielleicht an einem kleinen Rat hier Aber es arbeitet liefert zu, zu etwas Großen und Ganzen Und das ist doch eigentlich was ganz Tolles.

01:02:06: und deshalb möchte ich sagen da passiert mehr als man meint In dem Maschinenraum des Staates, Andreas Foskuhle, der nicht zu Übertreibungen oder Euphemismen nett ist.

01:02:17: Den größten Modernisierungsschub im Moment in der Bundesrepublik seit Dekaden und er kommt ja nun auch aus der wissenschaftlichen Perspektive hier da draufguckt.

01:02:27: die entscheidende Frage ist überall springt mir jetzt weit genug?

01:02:29: Und jetzt müssen wir wirklich Eingut machen weit genug zu springen weil es ist.

01:02:32: ich kann mich nur wiederholen das ist ja erst.

01:02:35: Also das ist sozusagen schon mal sehr, sehr gut zu hören.

01:02:39: Weil meine Wahrnehmung bisher immer so wenn es um Bürokratie-Bürokratienabbau, Regulatorik und so weiter ging gab's immer nur zwei Geschichten.

01:02:48: die eine Geschichte war Bürokrantiemonster also als Schlagwort und dann hörte das Reden darüber auf und er fehlte genau die Tiefe die sie ja vorher zurecht eingefordert haben weil wenn ich nicht weiß worüber ich rede muss sich da drüber eigentlich vielleicht gar nicht reden.

01:03:00: Und der zweite die zweite Ebene aber dann häufig Solchen Detail-Tiefe, das zumindest dann wenn es drum ging auch Communities einzubinden.

01:03:09: Das völlig lost waren weil nur noch zwei Juristen eigentlich überhaupt wussten worüber noch geschnitten sind!

01:03:14: Und dieser Middle Ground fehlte aber irgendwie oder fehlt wahrscheinlich in vielen Bereichen immer noch und mir ist es deswegen so aufgefallen, weil es am Ende ja gar nicht nur um die Regulierung jetzt auch in Zukunft.

01:03:26: Nur um Fragen von Bürokratie-Regulierungen in bestehenden Lebensverhältnissen geht.

01:03:31: also da müsste man klar das ist das mit dem fängt man natürlich an sondern wir müssen uns ja eigentlich überlegen wie sehen denn die Regeln oder auch die Nichtregeln?

01:03:40: Also die wir gerne auf die Seite schieben würden für die Zukunft aus.

01:03:44: Das heißt, wenn ich jetzt wieder mal aus diesem Bereich der Zukunftstechnologien komme und sage, ich möchte Kernfusion machen oder Newspades machen?

01:03:53: Ich möchte Quantencomputer haben oder Distas und jenes haben, dann muss ich doch versuchen eigentlich schon bevor die Technologien bestimmte Meilensteine erreichen vorher schon die Hürden weggeräumt haben die Technologien, die Unternehmen, wer auch immer an diesen Dingen dann arbeitet durch diese Tor, durch die offenen Tore durchmarschieren können.

01:04:13: Und also das sozusagen Vorausschauend zu tun.

01:04:16: und ich habe mir mal gedacht wie wäre es eigentlich wenn man sowas ähnliches hätte als den Normenkontrollrat denen aber zu einem viel aktivistischeren Gremium macht nämlich nicht in dem zu sagen Ich gucke mir das an was ist sondern ich gucke mich an was sein müsste.

01:04:32: Das hätte ich sehr, sehr charmant gefunden.

01:04:33: Und das kann man durchaus ja vielleicht sogar dann an Themen festmachen, dass wir sagen okay.

01:04:37: also wenn wir jetzt über Fusion reden müssen wir uns dann an den Tisch holen um zu erkennen was diese Tore eigentlich sind und das kann ich für verschiedene Bereiche durchspielen.

01:04:48: Also das hätte mir eigentlich ganz gut gefallen weil dann wird aus Bürokratie etwas oder aus regulatorik was wo man sagt Wir können es durchaus innovationsförderlich gestalten und insbesondere Idealerweise vorausschauen, weil wir wissen ja Geschwindigkeit ist bei neuen Technogen und Innovationen natürlich auch ein wesentlicher Gelingensfaktor haben das.

01:05:06: Ja es

01:05:07: sind total interessante Hinweise.

01:05:08: also jetzt vielleicht auf unsere Zuhörer.

01:05:10: Es gibt den Normkontrollrat.

01:05:11: Das ist eigentlich eine ganz interessante Institution Die wenn ich das jetzt mal die armen werden jetzt ganz tapfer sein müssen.

01:05:17: Ich sage die Fristete ein kümmerliches da sein.

01:05:20: die haben ganz tolle Arbeit geleistet.

01:05:22: wirklich die Haben schon das gemacht was sie eigentlich gesagt haben lange die haben schon Die Vergangenheit analysiert, was läuft falsch?

01:05:29: Also sie sind wirklich fies reingegangen.

01:05:31: Das tat ganz schön weh in deren ganzen Broschüren und Studien.

01:05:34: Sind die wirklich hilfreich und haben schon immer den Ball auch nach vorne gespielt.

01:05:37: wie müsste es sein?

01:05:39: nur Sie hat keiner so richtig zur Kenntnis genommen.

01:05:41: das muss ich jetzt wirklich sagen.

01:05:42: und im Selbstbewusstsein darf wir jetzt schon sagen durch unsere Initiative Wir haben auch den Normkontrollrad immer wieder hochgehoben unter vor allen Dingen der starken Studien ist er auch jetzt viel sichtbarer, viel aktiver und glaube ich auch angeregt etwas öffentlicher unterwegs zu sein.

01:05:59: Das ist erst mal ein gutes Instrumentarium, allerdings musst du auch immer den richtigen Ton haben.

01:06:04: es darf nicht immer nur Beschwerde und man müsste man könnte sondern das muss auch irgendwie was Motivierendes und Konstruktives haben.

01:06:14: Nehmen wir mal das Thema Tech.

01:06:16: Ich habe gerade den Namen vergessen.

01:06:18: Der heißt ja High-Tech Agenda von Dorothee Bär?

01:06:20: Ja

01:06:22: der Begriff der High-tech Agenda.

01:06:23: Das finde ich echt was Gutes, was Frau Bär dort Macht, also da müssen Sie ja lange mehr mal aus Ihrer Perspektive sagen wie Sie es finden.

01:06:31: Aber mir scheint das doch ein starker guter Aufschlag zu sein.

01:06:34: aber da ist jetzt die entscheidende Frage Wie prioriere ich und wie setze ich wirklich um?

01:06:39: Und Ich fand Gut Frau Bär hat sich auch mit uns getroffen diesen Wörm in mir.

01:06:44: wir haben darüber gesprochen Kann Das nicht Ein Sinnbild Sein Für Möglichst Unbürokratische Sags Jetzt Mal Ganz Einfach Flapsig Hemd Ärmelige Herangehensweise hier voranzumarschieren.

01:06:59: Und da, das wäre natürlich ein toller Showcase zu zeigen dass wir nicht nur schicke Präsentationen machen und sich am Ende dahinter aber hochbürokratische Vergabeverfahren und Entscheidungsverfahren verbergen die alle Leute fertigmachen wo wirklich tolle Wissenschaftler am ende ihre wertvolle Zeit und Kapazität verwenden mit Wahnsinnspräsentations-, Werbeaktionen und sonst was Anstatt dass wir doch Wege finden, ich sag mal in sehr kompetenten Gremien gut besetzt aber schnelle Entscheidungen unbürokratisch zu treffen.

01:07:32: Ich weiß das ist leicht gesagt was ich jetzt zu... Aber trotzdem gibt es da glaube ich erhebliche Verbesserungsmöglichkeiten und das wäre ein toller Showcase zu zeigen, dass es geht!

01:07:40: Ich hoffe wir haben darüber gesprochen.

01:07:42: Ich hatte auch den Eindruck, dass Frau Bertha sehr offen ist.

01:07:45: Aber sie hat natürlich auch ein Ministerium übernommen, das auch gelernt hat, über hundert Jahre – also nicht hunderte Jahr – XY zu arbeiten.

01:07:53: Auch da brauchst du massive kulturelle Veränderungen und ich hoffe, dass dort viele Leute echt anpacken und so denken wie wir es jetzt beschrieben

01:08:00: haben.".

01:08:01: Also ich würde sagen The Proof is in the Pudding aber vielleicht um nochmal drei Gedanken dazu vielleicht mit ihnen zuteilen?

01:08:08: Also eine Sekunde noch mal kurz zum Kontrollratten.

01:08:10: dann sofort auf Ihre Frage.

01:08:14: Ich teile das komplett.

01:08:15: Der Normenkontrollrat wird völlig unter Wert behandelt, was nicht nur den Leuten dort gegenüber völlig unfair ist sondern auch uns gegenüber als Bürgern, weil wir würden ja wahnsinnig davon profitieren wenn er mehr Gehör fände und ich würde genau deswegen gar nicht kritisieren, sondern im Gegenteil, ich würde ihn vielmehr aufmonitionieren mit einem vollkommen anderen Mandat ausstatten, was ihm viel stärker in die Lage versetzt und auch von ihm erwartet noch zukunftsgerichteter auf die Welt zu gucken nämlich auf Gesetze, die es noch gar nicht gibt.

01:08:41: Also das oder zumindest dann auch ergänzt um verschiedene Gruppen.

01:08:43: Aber deswegen wollte ich da auf jeden Fall auch verstanden wissen, dass es ein höchster Wertschätzung ist.

01:08:49: Ein schlagkräftiges Kremium.

01:08:51: Ich finde die machen das auch schlau im Sinne von hier und damit externe Unternehmensberatung zusammenzuarbeiten je nach Kompetenzfeld mal mit was weiß ich, die Leute oder eben auch immer und sich tiefer einzustellen ohne dass man jetzt alles mal selbst macht.

01:09:05: also so haben sie eine externte Befeuerung was ich gut finde.

01:09:08: Diese Praktika braucht man einfach, an denen kommt man nicht drum herum.

01:09:11: Sonst geht das völlig fehl und das ist genau schon die Überleitung.

01:09:13: dann eigentlich auch zum Thema Hightech-Agenda weil auch da sozusagen diese Fragen von Regulatorik natürlich auftauchen und sie tauchen in den verschiedenen Vertikalen eben unterschiedlich auf, weil von mir aus jetzt Quantencomputing anders zu behandeln ist als Kernfusion – es wird jedem einleuchten!

01:09:29: Und das muss aber Bestandteil einer Innovationsagenda sein Also diese innovationsförderliche Regulatorik.

01:09:36: Wenn ich jetzt mal auf die Agenda selber gucke, greife ich vielleicht mal den Zusammenhang zwischen der Hightech-Agenda und ihrem Abschlussbericht für die Initiative Handlungsfähigen Startauf.

01:09:47: Da schreiben sie unter dem Stichwort Wettbewerbsfähigkeit, nämlich eine Menge Dinge die absolut anschlussfähig sind an das was in der Innovationsökonomie natürlich diskutiert wird.

01:09:55: Also mal nur um...

01:09:56: Und

01:09:58: ich habe einige der Kollegen, Gott sei Dank!

01:10:00: Das spiegelt sich da wieder und deswegen erkenne ich mich da auch.

01:10:05: Nur noch ein Beispiel auf zwei rauszugreifen oder drei Start als Kunde ist natürlich ein ganz zentraler Erhebel für das Thema Deep Tech weil sozusagen einen Markt vorbereitet und gleichzeitig der Hebel dafür ist mehr privates Kapital zu holen.

01:10:21: Das ist ein ganz fundamentaler Aspekt, und er ist in der Hightech-Agenda nach meinem Dafürhalten noch weitgehend unterbelichtet.

01:10:27: also da ist dann die Rede von der Staat soll in der Lage sein mit vereinfachten Vergaberegeln bis zu hunderttausend Euro bei einem KI Unternehmen was einzukaufen.

01:10:34: ich überspitze es jetzt ein bisschen das natürlich überhaupt nicht gemeint sondern wir reden über die Frage kann ich mir eine Vorhaltekapazität für Raketenstaats beispielsweise einkaufen?

01:10:44: Also das sind vollkommen andere Fragestellungen.

01:10:46: Wo wir es gut gemacht haben, glaube ich war beim Thema Quanten Computing.

01:10:49: da hat der Staat das erste Mal so was versucht Innovation zu kaufen die es im Grunde noch gar nicht gab in einem größeren Maßstab.

01:10:57: Der zweite Punkt vielleicht Sie sprechen an die Schnittstelle.

01:11:00: Ich

01:11:00: spreche immer so viel an der Lange, das ist ja furchtbar.

01:11:02: bei mir kommen dauernd dumm-dum-dumm-dung.

01:11:04: Wir könnten zehn Stunden wahrscheinlich...

01:11:05: Ja, der Tau ist,

01:11:07: was ich meine!

01:11:07: Oder wir müssen fünf Folgen hintereinander einfach mal machen.

01:11:10: Aber das andere Aspekt vielleicht Universität oder die Schnitzstelle zwischen Universitäten und Unternehmen sozusagen die Aspekte, die sie drunter haben in den Kapitel, die resonieren sehr stark.

01:11:24: Bündelung von Kompetenzen zum Thema Innovation in den Ministerium.

01:11:28: Ich habe vor der Wahl damals versucht, Werbung für ein Zukunftsministerium zu machen was jetzt wenig Anklang gefunden hat weil auch stand heute dass das Forschungsministerium und das Wirtschaftsministeriums sich nach wie vor und wenn man jetzt das Digitalisierungsministerium dazu nimmt dieses Thema Innovation einfach nach wie Vor aufteilen.

01:11:45: und es funktioniert nicht.

01:11:46: also ich verstehe dass man bestimmte Dinge vielleicht nicht alle in einen Topf werfen kann aber es funktioniert einfach nicht.

01:11:52: Und ich glaube, wenn man ein sehr starkes Ministerium mit einer sehr starken Ministerin oder einem starkem Minister hätte, wäre es auch leichter so was wie ... Ich nenn's jetzt mal Arbeitstitel Innovationsprinzip in dem Kabinett mit einzuführen.

01:12:04: Also zu sein, egal worüber ich rede habe ich jemand am Tisch sitzen der nochmal durch die Brille befördert das Innovation- oder Hemdesinnovation in unserem Land.

01:12:13: Egal wie die Maßnahme jetzt heißt ob sie aus den Sozialen kommt oder aus irgendeinem ganz anderen Bereich dieses Prinzip durchzusetzen.

01:12:21: Und vielleicht ein letzter Gedanke dazu.

01:12:24: Es wäre natürlich mal interessant, auch persönliche Verantwortlichkeiten an einzelne Agenda-Punkte zu knüpfen und ich bin bewusst ganz woanders als jetzt an dem Thema dass man die Leute aufhängen muss so wie sie das ansprachen bei Corona.

01:12:37: da werde ich überhaupt gar keinen Freund von.

01:12:39: aber zu sagen nehmen wir an Ich habe eine neue oder eine Weltraum Strategie oder Innovation für Weltraum Warum knüpfe ich nicht einfach mal den Kopf eines Staatssekretärs an dieses Thema?

01:12:50: Und ich sage, was möchte ich eigentlich in drei Jahren?

01:12:52: In fünf Jahren?

01:12:53: Wie viel immer?

01:12:54: Klar da bin ich dann schon über der Legislatur.

01:12:56: Aber ich mache mal erkennbar wo wir hin wollen und wenn das nicht geklappt hat werde ich dafür gerade stehen.

01:13:05: Das sehen wir ja überhaupt nicht mehr und der Idealfahr wäre das ja von vornherein auch schon deutlich zu machen.

01:13:11: um einfach einen Ich sage mal eine Sogwirkung zu erzeugen, dass Leute die sich da anschließen müssen.

01:13:16: Weil am Ende der Start macht ja nicht die Innovation.

01:13:18: Das sind Unternehmen und Wissenschaftler wäre auch immer Start-ups.

01:13:22: Dass diese Sogkraft auch ernst nehmen und sagen Ja!

01:13:26: Da möchte ich dabei sein weil das ne relevante Initiative ist.

01:13:29: Okay, oh sie haben so viel Punkt.

01:13:30: Jetzt fahren wir mal den letzten Punkt.

01:13:31: Ich kann nur sagen finde ich absolut super.

01:13:34: Weil irgendwie hat Veränderungen und hat nun auch was mit Menschen zu tun.

01:13:37: also wir reden jetzt ganz über Strukturen Aber es riebt eben davon, dass du das hast, den du hinterherlaufst.

01:13:43: Du sagst genau da würde ich dabei sein und ich hab Skin in the Game!

01:13:47: Ich bin verantwortlich finde ich absolut richtig verstehe ich auch nicht.

01:13:51: plus das zweite kommt die Wirkungsorientierung von Politik.

01:13:54: wir gucken auf Politik sehr stark auf weil sie nicht Verkehrsminister xy der ist dann ein toller Hecht wenn er irgendwie Milliarden im Budget rausgehauen hat dir ausgeben darf für irgendwas super.

01:14:04: aber eigentlich sollte ja die Frage sein nach einer gewissen Zeit hey wie viel Schienen, was weiß ich?

01:14:10: Was hast du gebaut.

01:14:11: Wie viele Brücken sind saniert?

01:14:13: und so denken wir nicht richtig.

01:14:15: darüber wird aber zunehmend diskutiert.

01:14:16: da gibt es tolle Fälle in den Niederlanden.

01:14:20: die haben eine Wirkungswoche einmal im Jahr wo alle wirklich demonstrieren müssen.

01:14:27: was haben wir eigentlich hinbekommen als Politiker?

01:14:30: XY also und ich glaube Herr Lange für das was Sie jetzt gerade gesprochen haben Da brauchst du einfach Menschen natürlich an der Spitze von Militärin, die Lust haben hier mal in die Grenze zu gehen und mutig zu sein.

01:14:46: Ich kann jetzt gar nicht beurteilen ob wir das genug haben oder nicht.

01:14:49: da wer bin ich dass sich das beurten kann?

01:14:52: Das traue ich mir nicht zu.

01:14:53: aber ich glaube jedenfalls ist es möglich überall an die Strukturen oder vielleicht auch mal über die Grenzen hinauszugehen.

01:15:00: wenn man sagt okay dann bin ich halt verantwortlich.

01:15:03: Auch Herr Merz muss ja nicht wiedergewählt werden.

01:15:06: Also, der hatte eine tolle Lebensleistung.

01:15:09: Der hat ein gewisses Alter, wo man sagt, ich kann jetzt einfach mal das machen was sie für richtig halten.

01:15:15: Wumms!

01:15:15: So also diese So-Kraft auch von Persönlichkeiten kann ich nur sagen genau richtig.

01:15:21: Sie haben aber noch viele andere Themen angesprochen.

01:15:23: Start als Kunde.

01:15:26: Genau da haben wir eben auch intensiv darüber geschrieben in unserem Papier.

01:15:30: Ich weiß noch, da hatte ich einen Descent.

01:15:32: nicht Descent sondern die Debatte mit Clemens Fuß.

01:15:36: Das Kapitel hat dich überschrieben mit der Staat als strategischer Investor.

01:15:41: Um genau das klarzumachen, was Sie gerade beschrieben haben, dass der Staat eben mit seinem großen Beschaffungswesen – ich will aber wie fällen wir da?

01:15:47: Dreinhalb Milliarden?

01:15:50: Er kann diese Rolle aktiver nutzen.

01:15:52: bei der Gedanke.

01:15:53: Wir meinen nicht damit er ist Mr.

01:15:55: Subventionierer oder Mr.

01:15:56: Entscheidter darüber welches Unternehmen jetzt besser ist als das andere.

01:16:01: Aber hier unter einer gewissen Mut zu entwickeln einem jüngeren Unternehmen Zutrauen zu schenken und es von Anfang an als Ankerkunde zu unterstützen.

01:16:14: Das ist eine feine Linie, aber die finde ich sollten wir dringend bespielen.

01:16:20: Leider das muss ich jetzt auch mal sagen sie erleben mich ja schon eher als Optimist, aber es gibt eben auch Gegenbewirkungen.

01:16:26: Und wenn Sie sich dann das Tariftreue-Gesetz angucken was gerade beschlossen wurde, dann kommen Ihnen einfach die Trennen.

01:16:32: will Sie sagen Was soll ein Unternehmen, ein junges oder etwas reiferes?

01:16:38: Oder was nehmen wir dann mit Scale-Up?

01:16:40: Ich sage mal ein Unternehmen mit fünfhundert Mitarbeitern.

01:16:44: Trotz dem jungen, was irgendwie in wenigen Jahren gewachsen ist wie soll das jetzt belegen dass es annähernd Tariftreuzalt?

01:16:54: Das ist hyperkomplex und das sind jetzt... das ist ein Beispiel dafür wie ein Gesetz gemacht worden ist, was sich nicht reinversetzen kann in die Praxis.

01:17:03: solche Unternehmen, was es bedeutet.

01:17:05: Ja die natürlich haben die keine klaren Gehaltstrukturen super solide sortiert.

01:17:11: das ist ja jung schnell gewachsen meistens.

01:17:15: Das ist komplex und da sagt er natürlich an Unternehmenslänger oder einer Unternehmeslänger Puh soll ich mir das jetzt antun?

01:17:22: Dass alles dem jetzt dem Staat zu erklären Und vielleicht sind wir auch eben nur annähernd tariftreu oder sind wirklich Tarif drin?

01:17:29: nein Sollten wir das sein?

01:17:31: Nein, es geht ja zur Verhinderung von total Missbrauch eher in, ich sag mal, Lohndumpingen in Regionen.

01:17:37: Darum geht's ja!

01:17:39: Und das kann ich ja nachvollziehen aus der SPD-Perspektive.

01:17:42: aber wir schütten einfach das Kind mit dem Badeaus.

01:17:45: Das ist leider die andere Seite der Medaille und das hätte ich gerne anders gesehen, will ich jetzt nicht verhehlen.

01:17:51: Und dann aber Staat als Kunde – das werden Sie vielleicht gelesen haben.

01:17:56: Ich bin jetzt nicht in der Lage, das komplett zusammenzufassen.

01:17:58: Aber ich möchte darauf hinweisen, da hat Moritz Schularek einen tollen Text geschrieben – ich glaube mit Neil Forges und zusammen in der FAZ muss im Winter des letzten Jahres gewesen sein über die Möglichkeiten einfach am Defense Sektor wie der Start wenn er sich ein bisschen besser noch sortiert was er eigentlich von Impact haben könnte und wie er einfach von einem Defense Sector profitieren kann, wenn er seine Inzendivierung überdenkt.

01:18:27: Das ist glaube ich ein ganz entscheidender Aspekt und also, ich habe mir sozusagen am eigenen Leib erlebt auch in diesem Bereich öffentliches Geld auszugeben.

01:18:35: Es ist unfassbar schwierig!

01:18:36: Also man würde ja meinen das Geld ist das Problem.

01:18:38: Nein, die Frage ist wie kriegt man es dann raus?

01:18:41: Und für was?

01:18:42: Und das hat zwei Ebenen.

01:18:44: Das haben Leute glaube ich... das kommt nochmal auf ihren Punkt mit der Tiefe zurück.

01:18:48: Man muss die Dinge sehen und manchmal sogar gespürt haben um sie zu verstehen zum Beispiel auf das Thema öffentlicher Vergabe schauen.

01:18:57: Dann ist ja nicht nur das Vergaberecht an sich, sondern kompliziert genug und es gibt fünfhunderttausend Meinungen dazu und das ist alles ganz wunderbar.

01:19:04: Sondern auch die Frage wie wird es gelebt?

01:19:07: Es klingt jetzt so banal aber die Frage ist ja wenn also die Lebensrealität wird ja meistens nicht hundertprozentig abgebildet in Gesetzen.

01:19:14: Das heißt ich habe einen gewissen Spielraum.

01:19:16: den kann ich auf zwei Arten füllen.

01:19:18: Ich kann ihn Risiko minimieren Füllen und ich sage ich werde das Gesetz zu Hundertzehn Prozent erfüllen, weil dann kriege ich hinterher kein Ärger.

01:19:26: Stichwort Risikvermeidung und das ist leider die Default-Einstellungen heute statt zu sagen Ich mache es wie ein... Wir haben neulich mal über den Ehrenbahn Kaufmann wieder gesprochen in einem anderen Zusammenhang dass sich sage ich mache nach besten Wissen und Gewissen Und allen Prüfungen die ich sinnvollerweise tun kann so dass ich ninety fünf Prozent Wahrscheinlich im sicheren Bereich hier unterwegs bin mache Das auch durch juristische Begleitung was auch immer sehr geil.

01:19:49: aber ich unterscheide oder ich entscheide wie ein Unternehmer.

01:19:52: Und dieser Missmatch, der alleine und da bin ich noch gar nicht was kauf' ich jetzt da ganz genau ein.

01:19:57: Sondern allein nur dieser Miss-Match wie lebe ich?

01:19:59: das ist ein Problem und erscheint mir manch andere Länder ohne dass sich da wirklich tief mit vertraut werden manchmal ein bisschen pfiffiger mit umzugehen.

01:20:08: Das traut sich kaum jemand eigentlich so wirklich anzusprechen und das wäre eine Frage von politischem Leadership.

01:20:13: dann schon zu sagen die Leute die diese Freiheiten zulassen dürfen für den einen exakt, die werden belohnt und für den Einfall wo es dann mal in die Hose geht nicht aufgehängt.

01:20:23: Also das gibt es glaube ich überall?

01:20:25: Die Frage ist, gibt es das genügend oder gibt's das eine entscheidende Stelle?

01:20:29: Ja, exakt!

01:20:30: Und das ist sozusagen ja immer die Frage, dass was man unter dem Stichwort Kultur beschreibt also wenn es mehrere Leute tun und nicht nur der Einzelfall ist sondern so ein Grundmodus eigentlich ist.

01:20:42: Sie beschreiben in dem Bericht auch, um dies jetzt geht, auch eine kritische Masse brauchen.

01:20:49: Also im Sinne von Menschen die Reformen vorantreiben und oder sie auch mittragen wenigstens selbst wenn Sie vielleicht nicht an der entscheidenden Stelle sind.

01:20:58: Und das würde uns ja eigentlich einschließen auch jetzt mal in unserer Rolle als Bürger.

01:21:03: Ich habe vielleicht zum Abschluss bevor wir dann zu den letzten ein zwei Themen noch hier weil ich würde mir gerne auch mit Ihnen nochmal über das Stichwort Leadership klingt jetzt schillernd aber sozusagen sehr konkret auch noch ein zwei Dinge sprechen.

01:21:13: Aber weil mich diese Frage Welche Haltung müssen wir eigentlich zu diesem Thema als Bürger zur Veränderung, zur Politik vielleicht noch haben?

01:21:23: Ein Buch was in Deutschland interessanterweise wenig rezipiert wurde aber sehr interessant in dem Zusammenhang ist das Book Bill of Obligations von Richard Haas.

01:21:32: Der im Grunde die Beobachtung gemacht hat zu sagen naja Grundrechte sind notwendig aber nicht hinreichende Bedingungen für erfolgreiche Demokratien.

01:21:40: Also da würde man bei uns jetzt sofort auch an Böckenförder und andere denken.

01:21:44: Und er hat das natürlich vor vier, fünf Jahren aus einer bestimmten Perspektive in den USA geschrieben.

01:21:51: Aber gesagt eine gewisse bürgerliche Haltung zu bestimmten Fragen trägt auch zugelingender Demokratie bei.

01:21:57: Das beginnt also dann bei Fragen vermeiden von Gewalttätigkeit.

01:22:01: Das würden wir sowieso immer unterstellen.

01:22:03: ist ein US-Aber?

01:22:04: ein etwas anderes Thema.

01:22:05: aber ich habe mal drei Leitlinien, bürgerliche Haltung oder so ähnlich hat er das gesagt.

01:22:10: Ich habe mal nur drei weil die alle komplett zu dem auch passen was wir schon besprochen haben.

01:22:15: Punkt Nummer eins stay open to compromise.

01:22:18: Das ist und sagt oh das können wir eigentlich ziemlich gut.

01:22:21: ich teile dass würde aber vielleicht den k-wert machen zu sagen naja man hört in manchen fragen schon immer wieder mal das stichwort jetzt müsste man mal durchregieren.

01:22:30: das ist natürlich das gegenteil davon genauso wie auch die frage alternativloser politik Natürlich auch das Gegenteil Davon.

01:22:38: Also ich glaube wir sehen so zumindest ein paar Warnlampen, dass man sagt naja wir dürfen auch da nicht das Kim mit dem Badeau schütten.

01:22:44: Zweiter sehr schöner Ansatz der für uns auch glaub' ich passt Remain Civil.

01:22:50: Was meint er damit?

01:22:51: Der Ton macht die Musik!

01:22:52: Sehr amerikanisch geprägt muss man jetzt mal sagen wenn wir gerade

01:22:55: einen

01:22:55: Adent haben der würde sich freut wenn da irgendwie Robert Müller stirbt Sagt mir super, dass er tot

01:23:01: ist.

01:23:02: Eine Katastrophe und sozusagen die wir erleben das in Deutschland glaube ich sozusagen vielleicht nicht in gleichem Maße.

01:23:08: aber natürlich hat sich in den letzten Jahren auch bei uns da was verändert und es kommt von rechts und von links.

01:23:13: im politischen Spektrum ist meine Beobachtung Und und das ist vielleicht noch mal eine andere Ebene als jetzt nur rechts und links auch ich sage mal so ein übertriebener Moralismus.

01:23:27: Toll, dass sie alles ansprechen.

01:23:30: Das sind die Dinge, wo man dann schon direkt an die Vernunft wird immer als erste Baden gehen.

01:23:36: Das weiß man dann.

01:23:37: und vielleicht das Dritte weil das auch genau noch mal ein Aspekt aufgreift den Sie vorher an anderen Stellen schonmal hatten.

01:23:43: Respect Government Service.

01:23:46: Wie gehen wir eigentlich mit den Leuten um die in der Verwaltung dort arbeiten?

01:23:49: Und es hat ja eigentlich selbst wenn man's jetzt nun schon aus menschlichen Respekt und Anstand eigentlich schon machen sollte Wir haben doch einen Eigeninteresse als Bürger, als Unternehmen daran, dass auch die besten Köpfe Lust haben in die Administration zu gehen.

01:24:04: Und wenn es nur zeitweise ist – nur wenn wir diese Institution permanent mit Dreck bewerfen hat natürlich auch niemand Lust dahinzugehen?

01:24:10: Absolut!

01:24:11: Ja, knüpfen wir da mal an.

01:24:15: Jetzt sitzen Sie in Bayern.

01:24:18: Ich glaube, wenn ich alles was weiß versucht Bayern oder hatte ja eine lange Geschichte darüber, ich sage mal die Besten zum Start zu bringen in Staatswesen, also attraktiv zu sein.

01:24:29: Und das finde ich erstmal super!

01:24:31: Also wie ganz Sie sagen es muss ein attraktiver Arbeitgeber sein und es muss auch was durchaus auch etwas Eliteeres haben dass die besten Absolventen von Schule XY die Möglichkeit haben im Staat zu arbeiten dann weiß man auch da sind einfach tolle Leute und ich glaube das ist schon an einigen Stellen auch noch so ausgeprägt.

01:24:50: Wie gesagt in Bayern ist das ein bisschen üblicher.

01:24:52: aber es müssen wir einfach noch besser hinkriegen diesen Bereich Attraktivheiten und nicht immer darauf eindreschen.

01:24:58: Und ich kann nur aus meiner eigenen Erfahrung sagen, Ich habe mit so vielen schlauen Leuten gesprochen die gerade in den Staatskanzleien arbeiten.

01:25:06: Ich will mal einen rausgreifen, nehmen wir mal Herrn de Minsky aus Nordrhein-Westfalen der durch die Staatskampf leidet ist wirklich ein schlauer hoch integrer Mann, hochgebildet auch in vielen Themen, auch gerade Medienthemen voll zu Hause, der sich durchaus mit den technischen Details beschäftigt.

01:25:22: also einfach Das sind ja fleißige Leute, muss man einfach mal sagen.

01:25:26: Die wirklich viel arbeiten und dafür würde ich mir schon Respekt.

01:25:30: Dafür sollten gerade wir Unternehmensmenschen wirklich Respekt haben.

01:25:34: und wie oft hatte ich zu tun mit... Ich sage es mal ganz brutal, CEOs die sagen jetzt wird ich das jetzt mal machen?

01:25:41: So richtig Leadership!

01:25:43: Dann wäre das jetzt Ratzplatz erledigt.

01:25:46: Und wir wissen alle diese Menschen wurden scheiter und zwar ganz schnell.

01:25:52: trotzdem würde ich mir wünschen, dass es eben ein besseres Miteinander gibt und tatsächlich Politik auch von den Erfahrungen der Wirtschaft gerade in Transformationsthemen mehr lernt.

01:26:03: Also der Austausch miteinander sind wir einfach schlauer als ist nicht im Gegeneinander.

01:26:06: So also Respekt Government.

01:26:09: Sowas.

01:26:09: dann hatten Sie das Thema Haltung des Bürgers?

01:26:12: Genau!

01:26:13: Das gehören ja alle dazu.

01:26:15: Wir wollen gerne, wenn wir ein Häuschen bauen irgendwie es möglichst wenig reglementiert ist Wir wirklich wenig Auflagen haben, genau.

01:26:23: Und dann baut der Nachbar neben uns und wird so schattig da bei mir in meinem Grill-Ecke, wo sie sagen was wieso ist das jetzt so hoch?

01:26:31: Wieso ist dieser Baum?

01:26:33: Da muss es doch eine Regel geben!

01:26:34: Also diese Haltung kennen wir glaube ich von uns auch.

01:26:40: Dann müssen wir auch an uns arbeiten.

01:26:41: Ich hatte vor einer weiteren Gespräch mit der Polizeipräsidentin aus Baden-Württemberg.

01:26:48: Diese hat die Frau Jacke, sie kann sich gar nicht vorstellen.

01:26:50: Früher war es doch so wenn wir eine Party in der Nachbarschaft hatten und die Musik war zu laut.

01:26:54: dann lief man rüber klingelte beim Nachbarn und sagte Mensch nachbar kannst du mal die Musik runter drehen.

01:27:01: heute rufen wir die Polizei also Und das Thema Klagewut bei uns Sie haben es geschildert ist gehört eben alles dazu.

01:27:10: Grundlegend brauchen wir ein neues Verhältnis des Staates zu seinen Bürger.

01:27:16: mehr vertrauen weniger Misstrauen, dazu brauchen wir auch ein Bürger der diesem würdig ist und weiß dass der Staat ihm vertraut.

01:27:30: Und damit eben auch wie Sie ganz richtig sagen Verantwortung oder wie haben sie es genannt?

01:27:35: Belief Obligations mit sich bringt.

01:27:38: das gehört zusammen.

01:27:40: da finde ich täte uns eine gesellschaftliche Debatte gut.

01:27:43: Das ist einfach echt ein Großthema.

01:27:44: was wir ja hier irgendwie ansprechen

01:27:48: Und wir leben ja, glaube ich beide auch in der vollkommen Wahrnehmung.

01:27:51: Dass wir sicherlich nicht für mehr Staat sind zumindest nicht dann wenn es ihnen nicht braucht sondern dass wir uns auch fragen müssen wo können wir weniger Staat uns auch gerne leisten oder den richtigen?

01:28:04: Wir sind

01:28:05: sorgsam mit zu begriffen wie zum Beispiel schlankerstaat.

01:28:09: Ich glaube der staat muss da also er muss uns freiraum ermöglichen.

01:28:14: wir sagen ja deutlich starker Fokus auch mehr Gebote und Verboote innerhalb dessen, aber eben nicht Dokumentationsbeweispflichten

01:28:24: usw.,

01:28:24: sondern Freira.

01:28:27: Dazu gehört aber auch dass wir einen starken Staat brauchen da wo er stark sein muss.

01:28:32: Ich sage mal beim Thema Verfolgung von Steuerbetrug also Cum-Ex und all diese Dinge wo Bürger sagen Moment mal das war ungericht die großen gehen ungeschoren davon müssen wegen jedem Pups Kram uns irgendwie rechtfertigen.

01:28:48: Dass also dieses Gerechtigkeitsgefühl hat, einen extra Kapitel bei uns zum Schluss ist glaube ich ganz ganz ganz wichtig!

01:28:55: Dieses angesprochen mit und dass der Staat da wo er das ja eben nicht überbordend aktiv sein soll sondern sich aber seine Kernkompetenzen konzentrieren sollte die dann aber auch zum gelingen bringt.

01:29:07: Und das ist in der Schöne fand ich an dieser Idee von Haas, dass er sagt okay und es hat auch was mit uns zu tun.

01:29:12: Und zwar nicht uns im Sinne von wir sind die untertannte Staates sondern wir sind mitverantwortlich für das, was da passiert.

01:29:18: Und er hat das sehr schön in einem Zitat auf den Punkt gebracht, er hat gesagt Wir bekommen die Regierung und das Land, das wir verdienen.

01:29:24: Genau!

01:29:25: Es liegt an uns, die zu bekommen, die wir brauchen.

01:29:28: Das ist sozusagen der Spirit dem man gebrauchen kann und vielleicht das noch als Überleitung.

01:29:32: Frau Ekel jetzt sind sie ja wahnsinnig aktiv und bringen sich einen.

01:29:36: Das müssten sie ja nicht tun.

01:29:38: Was war denn sozusagen der innere Antrieb jetzt weit über das normalerweise eigene Wirkungsumfeld, sich in so Dinge wie die initiative Handlungsfähigen Staat und andere Themen

01:29:46: veranstalten?

01:29:47: Zu dem was Sie gerade gesagt haben dass man sich einbringen muss einen Zitat von Joachim Gauck, dass ich irgendwann vor vielen Jahren habe mir das meiner Mutter mal ausgerissen aus der Zeit und es hat mich begleitet er den Satz gesagt Glück kommt nicht, Glück wird.

01:30:03: Er hat das im Zusammenhang gesehen mit seiner, die Freiheit, die er als sozusagen ehemalige DDR-Bürger bekommen hat.

01:30:11: Die Wiedervereinigung kamen und durfte wählen.

01:30:14: Er konnte sagen was er dachte ohne irgendwie Angst haben zu müssen.

01:30:17: all diese Dinge aber so richtig kommt es erst zum Tragen wenn man sich einbringt, wenn man mitmacht Wenn man als Bürger aktiv ist Und ich glaube das hat mich geprägt.

01:30:29: Es klingt jetzt ein bisschen pathetisch, aber dass man irgendwie auch was zurückgeben wollte.

01:30:32: Das Leben ist ganz gut mit mir gemeint!

01:30:34: Ich würde sagen ich habe mich auch angestrengt, aber dazu etwas beizutragen... Aber ich bin jetzt in so einem Moment wo ich durchaus eine Kapazität hab, mich eben ein bisschen einzubringen und das habe ich gerne gemacht.

01:30:47: Kürzlich habe ich nochmal einen Vortrag von Stefan Mao zugehört dem Soziologen Da ging es eher um Ostdeutschland und den Frust, AfD usw.

01:30:56: Der sagt das beste Mittel dagegen ist eigentlich sich einzubringen.

01:30:59: Es führt zu einer Selbstwirksamkeit einbringen ob nun im Betrieb oder Sportverein, wo auch immer in der Gemeinde... Und ich habe das an mir selbst gemerkt!

01:31:08: Diese Aktivität, ich muss jetzt mal sagen, Initiative Handlungsfähiger statt.

01:31:11: Das war total viel Arbeit.

01:31:13: Ich kann es nicht anders sagen als einfach kompliziert war.

01:31:16: Wir haben so viel gesprochen.

01:31:18: Ja aber dieses Gefühl Wirkung zu haben und wir hatten wirklich Impact.

01:31:26: Zwei Drittel unserer Vorschläge zum Koalitionsvertrag, es gibt diese Ministerium für Digitales und Staatsmodernisierung.

01:31:32: Es hatte vorher keiner auf der Uhr.

01:31:33: Es gibt die föderale Modernisierungsagenda.

01:31:35: Es ist eine Sozialstaatskommission, die am Ende Dinge formuliert hat genau wie wir aufgeschrieben haben.

01:31:42: so oft wieder fährt einem das im Leben auch nicht muss ich sagen und das motiviert mich kann ja nicht anders sagen.

01:31:49: Das macht am Ende wirklich Spaß.

01:31:51: Ich finde auch das Gespräch mit Ihnen, es macht mir jetzt Spaß.

01:31:54: Mir macht uns auch sehr viel Spaß.

01:31:56: Und ich glaube wir könnten noch wahrscheinlich fünf Stunden würde uns der Stoff nicht ausgehen oder länger aber vielleicht trotzdem abschließend gefragt weil es so ein bisschen auch nochmal einen Bogen schlägt zu einem Thema was mich selber sehr umtreibt und was wir hier in diesem Podcast auch immer wieder besprochen haben also zuletzt auch ein bisschen ausführlich einmal mit Christian Bruch nämlich diese Frage wie politisch muss eigentlich heute ein CEO sein.

01:32:23: In dem Sinne von, wie beteilige ich mich an diesen gesellschaftlichen Fragen die jetzt nun ja einfach da sind?

01:32:30: Die gefühlt intensiver diskutiert werden, die Unternehmen oder die Bürger sind Unternehmen zunehmend in der Verantwortung.

01:32:39: das ist auch der Rückgriff wieder auf Edelman.

01:32:41: also man guckt hier auf die Wirtschaft und erwartet auch dass dort Fragen beantwortet werden die vielleicht nicht aus dem originären Business kommen Und ich glaube, dass man sich diesen Themen kompetent stellen muss.

01:32:51: Also auch wie bringe ich mich kommunikativ ein?

01:32:53: Wie bringe Ich mich in regulatorische Debatten ein?

01:32:56: Christian Bruch hat gesagt er mag den Begriff politischer CEO nicht und ich wusste sofort was er meint.

01:33:00: Er sagte ja von dem gesellschaftlichen CEO sprechen und es ist auch etwas anderes als CSR und also Corporate Social Responsibility.

01:33:07: das ist was anderes und da hatte er einen Punkt und er sprach aber auch sehr offen an zu sagen was oft für CEOs schwierig ist ist diese Schnittstelle insbesondere zu Medien, die natürlich auch ein Behäkel sind und an diesem gesellschaftlichen Diskurs teilzunehmen.

01:33:25: Die Kompetenten zu bespielen... Was sind denn da Ihre Einsichten oder Erfahrungen, die Sie teilen können?

01:33:33: Wie macht man das als Unternehmens verantwortlicher Kompetente vielleicht insbesondere auch wenn es jetzt um diese Fragen geht, die unsere Zukunftsfähigkeit betreffen?

01:33:40: Das ist ja sozusagen das was uns jetzt auch die letzten eineinhalb Stunden umgetrieben hat.

01:33:44: Also, ich bin der Meinung von einer politischer CEO ist jetzt echt ein schwieriger Begriff.

01:33:51: Ich glaube es ist ja nicht die Aufgabe des Unternehmenslenkers also gerade wenn er ein angestellter Manager ist Permanente, ich sage mal programmatische Empfehlungen abzugeben.

01:33:59: Ich glaub das meinen sie auch nicht.

01:34:02: Aber...ich finde auch ihr solltet nicht aktivistisch...es kommt natürlich immer aufs Unternehmen drauf an.

01:34:07: Ich sag mal Ben & Jerry ist klar musst du ein aktivistischer CEO sein!

01:34:10: Das gehört zur Magenentität.

01:34:12: aber gut insgesamt glaube Plädiere ich nicht dafür.

01:34:16: Aber wofür ich ganz bin, dass ein Unternehmenslenker sich seiner Verantwortung bewusst ist?

01:34:23: Er profitiert von einer Lebenzukönnung in eine Demokratie.

01:34:27: Die Demokratie ist glaube ich mühsam.

01:34:30: Ich glaube das merken wir gerade wie es ist ein mühsames Geschäft aber Nicht in einer Demokratie zu leben Ist nur wirklich ein ganz trauriges Schicksal.

01:34:40: und ich glaube da müssen wir uns manchmal noch dran erinnern Dass wir eben alle eine Rolle haben Diese Institutionen zu pflegen, auch so zu renovieren natürlich für eine Erneuerung zu sagen.

01:34:51: Aber am Ende diese Wertschätzung dessen all dieser Institution die wir haben, die uns glaube ich gute Dienste geleistet haben und davon bin ich überzeugt!

01:34:58: Auch weiterhin gute Dienstleistungen diese zu schützen das ist eine Verantwortung von Unternehmenslenkern.

01:35:04: Und diese Despektierlichkeiten der sie gesprochen haben die sollten wir ablegen ohne aber... Ich finde wir dürfen auch schonungslos durchaus auf Missstände hinweisen.

01:35:12: verstehen Sie mir nicht falsch So, und ich glaube da gibt es natürlich gerade inhabergeführte Unternehmen die da besser agieren können.

01:35:20: Ich sage mal ein Herr Wirt kann natürlich anders sprechen, übrigens finde ich toll wie er sich auf seine alten Tage involviert.

01:35:27: aber auch eine Frau Leibinger-Kambüller mischt sich ein.

01:35:30: das finde ich auch gut.

01:35:31: Ich glaube es ist immer wichtig dass es einen vernünftigen Ton hat, dass es nicht eine permanente Dresche ist, aber auf die Dränglichkeit der Veränderungsnotwendigkeit jetzt auch hinzuweisen ist auch die Pflicht der Unternehmenslecker, das finde Fazit befeine Linie ist es, meine Sache.

01:35:47: Und auch hier wieder Optimismus und Wahrhaftigkeit das sind sozusagen die Leitsterne und Pragmatismus und Experimentierfuhrte vielleicht und Haltung wenn man so sagen möchte um mit geraden Rücken diese Dinge dann auch anzugehen egal vielleicht auch in welcher Funktion oder ob ich in einem Unternehmen verantwortlich bin in der Wissenschaft.

01:36:09: Und dass wir

01:36:09: leben wirklich überall vorleben sich einbringen in Gemeinschaften Mitwirken, Dinge anders machen, Dinge hinterfragen.

01:36:17: Aber konstruktiv hinterfragen... Ich glaube es gibt so viele Möglichkeiten auch für Unternehmenslenker und auch Mitarbeiter sich einzubringen um mitzumachen.

01:36:26: Und da hilft eben nix irgendwelche Fahnen hoch zu halten ich bin für die Demokratie oder irgendwie nur zu demonstrieren oder sowas.

01:36:33: das ist es doch nicht!

01:36:34: Es lebt doch von dem Live Ending miteinander.

01:36:37: Also ich würde sagen Frau Jettl der Appell ist gehört Sie sind mit sehr gutem Beispiel an sehr vielen Fronten schon unterwegs.

01:36:45: Danke dafür!

01:36:46: Danke aber auch für das sehr, sehr interessante Gespräch, für das offene Gespräch und wie gesagt ich würde am liebsten noch fünf Stunden weitermachen.

01:36:52: vielleicht machen wir es an anderer Stelle.

01:36:53: Wir

01:36:53: haben schon lange gesprochen, lange glaube ich?

01:36:56: Da stimmt, aber hat mich sehr gefreut und wünsche Ihnen alles Gute und wir bleiben in Verbindung.

01:37:02: Ich

01:37:02: auch vielen Dank erlangen auch fürs angenehm mit so einem wie sage ich sagen belesenden Gesprächspartner zu sprechen.

01:37:07: Das macht Spaß.

01:37:08: Vielen Dank.

01:37:14: Ein Podcast mit Thomas Lange und Thorsten Lambertus von E-neun.

01:37:19: Wenn es euch gefallen hat, bewerten, kommentieren, teilen und weiterempfehlen!

01:37:25: Und wenn ihr euch für Zukunftstechnologien und Innovationen interessiert schaut vorbei auf www.e-neuen.community.

01:37:34: Bis zum nächsten Mal.

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